Posts für Suchanfrage Henri Matisse werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage Henri Matisse werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 5. September 2024

Jahreszeiten

In mei⁠­nem Ar⁠­beits⁠­all⁠­tag als Dol⁠­met⁠­sche⁠­rin ar⁠­bei⁠­te ich haupt⁠­säch⁠­lich mit Fran⁠­zö⁠­sisch und ein we⁠­nig mit Eng⁠­lisch, wo⁠­bei Deutsch mei⁠­ne Mut⁠­ter⁠­spra⁠­che ist. Dol⁠­met⁠­scher:in⁠­nen ha⁠­ben ih⁠­re Haupt⁠­spra⁠­chen: A steht für die Mut⁠­ter⁠­spra⁠­che, B für die Haupt⁠­ar⁠­beits⁠­spra⁠­che und C für pas⁠­si⁠­ve Spra⁠­chen. In der Herbst­sai­son ha⁠­be ich noch ei⁠­ni⁠­ge Ta⁠­ge und so⁠­gar Wo⁠­chen frei. Sie dür­fen mich ger­ne bu­chen!

Bitte zeichne einen Sommerbalkon, im Hintergrund grüne Bäume und bunte Blumen, allerdings ist mitten auf dem Balkon eine große Blase, darin sitzt am Balkontisch eine Frau, in der Blase herrscht Winter, sind Eis und Schnee, ein winziger Weihnachtsbaumund eine Kerze stehen zur Deko auf dem Tisch, eine Frau sitzt dort und tippt mit Handschuhen in einen Laptop, sie trägt Mantel, Stiefel, Mütze und Schal; das Ganze in der flächigen, stilisierten und scherenschnittartigen Art der klassischen Moderne aus den 1940-er und 1950-er Jahren, gerne mit der einen oder anderen schwarzen Umrandung; leuchtende Farben auf dem Balkon und in der Winterblase blasse Winterfarben, viel weiß, grau und dunkles Grau, bitte im Querformat 4:3.
Ein bisschen Winter mitten im Sommer
Ein Dé⁠­jà-vu: Ich sit⁠­ze im Hoch⁠­som⁠­mer auf dem Bal⁠­kon und schwit⁠­ze, wäh⁠­rend ich Tex⁠­te rund um Weih⁠­nach⁠­ten be⁠­ar⁠­bei⁠­te. An⁠­fang Sep⁠­tem⁠­ber herr⁠­schen im⁠­mer noch 34°C im Schat⁠­ten, es wirkt nicht wie Schul⁠­an⁠­fang und Som⁠­mer⁠­en⁠­de, son⁠­dern eher wie das En⁠­de des hei⁠­ßes⁠­ten Som⁠­mers, der je auf⁠­ge⁠­zeich⁠­net wur⁠­de. (Das ist er wohl auch.)

Der Wind weht stark, es fühlt sich an wie Ber⁠­lin sur mer mit die­ser Mee­res­bri­se. Die­se Luft ist heiß und er⁠­in⁠­nert mich auch an mei⁠­ne Ta⁠­ge in Mün⁠­chen, wo ich ger⁠­ne ar⁠­bei⁠­te, aber den Föhn kri⁠­tisch se­he — er ist ei­ner der Grün­de, war⁠­um die meis⁠­ten mei⁠­ner Bü⁠­cher in Ber⁠­lin ste⁠­hen.

Ich tex⁠­te wei⁠­ter und muss da⁠­bei an Käst⁠­ners Vor⁠­wort zum Buch "Das Flie⁠­gen⁠­de Klas⁠­sen⁠­zim⁠­mer" den⁠­ken, in dem er be­schreibt, wie er im Som⁠­mer auf ei⁠­ner Wie⁠­se sitzt und über ei⁠­ne Schnee⁠­ball⁠­schlacht schreibt.

Zur KI-Il­lus­tra­ti­on: Der Prompt (als Hin­ter­grund zum Foto ein­gefügt) wur­de von Dall:e, was das Ge­gen­ständ­li­che an­geht, ei­ni­ger­ma­ßen um­ge­setzt, nur dass die Som­mer­blu­men und das Ge­bäu­de au­ßer­halb der Bla­se auch Schnee ab­be­kom­men ha­ben. Den Hel­lig­keits­un­ter­schied der Bla­se muss­te ich per Fo­to­shop selbst her­stel­len. Der Stil ist nicht ge­trof­fen, ich hät­te ger­ne spä­ten Hen­ri Ma­tis­se ge­se­hen, da ka­men dann "Ur­he­ber­rechts­be­den­ken" von der Ma­schi­ne, aber sche­ren­schnitt­ar­ti­ge, flä­chi­ge Kunst im Stil der Mo­der­ne der 40-er und 50-er Jah­re ist das auch nicht. Ich ver­su­che es am 4.11.2024 noch­mal, dann ist Ma­tis­se ge­nau 70 Jah­re lang tot.

______________________________
Illustration: Dall:e

Dienstag, 16. Juli 2024

Schnack-Snack (4)

Wie Über­set­zerin­nen und Dol­met­scherin­nen ar­bei­ten, aber auch Über­set­zer und Dol­met­scher, er­fah­ren Sie auf die­sen Sei­ten. Als Deutsch-Mut­ter­sprach­le­rin mit Zweit­spra­che Fran­zö­sisch bin ich Teil ei­nes in­ter­na­tio­na­len Netz­werks. Mei­ne Bü­ro­kol­le­gin über­setzt ins Eng­li­sche. Als Sprach­wis­sen­schaft­le­rin ha­be ich im­mer ein Au­ge auf Wör­ter und Schreib­wei­sen.

Mit "Dep­pen-Apostroph"
Kurz­nach­rich­ten­dia­log am Mo­bil­te­le­fon mit ei­ner Mit­ku­ren­den, als ich an der See war:

 Ich geh ein kau­fen, brauchs­te was?
— Was gehst du kau­fen? Wo?
— Wie im­mer.
— Ver­steh' ich nicht.
— Obst + Voll­korn­ Brot, wie im­mer und noch Ken's Ei's. Soll ich dir eins mit ­brin­gen?

Nein, bloß nicht! Ich will kein Ei von Ken! Im Ernst, sie mein­te ei­ne Eis­die­le bzw. den Eis­wa­gen. Die zwang­haf­te ge trennt Schrei­bung nervt.

Die letz­te Recht­schreib­re­form hat uns die­se all­ge­mei­ne Ver­un­si­che­rung ein­ge­brockt. Die Da­me hat stu­diert und zwei Kin­der durch die Grund­schu­le be­glei­tet.

Dan­ke, ich ha­be kei­ne Fra­gen mehr.

______________________________ 
Il­lus­tra­ti­on: Dall:e, im Stil von Henri Ma­tis­se

Donnerstag, 27. Juni 2024

Mikroplastik, Meere, Böden, Biodiversität

Bien­ve­nue auf den Sei­ten dieses Blogs! Ein­blicke in das Le­ben einer Sprach­ar­bei­te­rin kön­nen Sie hier er­hal­ten. Ich bin Dol­met­scher­in für die fran­zö­si­sche Spra­che, und ich über­set­ze auch aus dem En­g­li­schen. Der Don­ners­tag ist An­lass für einen Rück­blick. Es geht um Grund­sätz­li­ches!

Pflanzen, Blüten, die Hand der Gärtnerin
Im Stil von Hen­ri Ma­tis­se (KI)
Rück­bli­cke sind in­te­res­sant, kön­nen aber auch frus­trie­rend sein. Span­nend, wie lan­ge ich mich schon mit ei­ni­gen The­men be­schäf­ti­ge, er­schüt­ternd, wie we­nig die­se The­men, die die zen­tra­len Grund­la­gen un­se­rer mensch­li­chen Exis­tenz auf dem Glo­bus be­tref­fen, ins all­ge­mei­ne Be­wusst­sein ein­ge­wach­sen sind.

Be­reits 2008 ha­ben wir als Dol­met­sche­r:in­nen ers­te Kon­fe­ren­zen, die mit der Mi­kro­plas­tik­ka­tas­tro­phe und den Mee­ren zu tun hat­ten, be­treut.

Mi­kro­plas­tik ist das As­best des frü­hen 21. Jahr­hun­derts, die For­schung zu den to­xi­ko­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen der Fa­sern auf Le­be­we­sen noch recht jung, die Ver­spä­tung, mit der das The­ma ernst­haft be­forscht wird, nur schwer zu er­klä­ren.

Ein wei­te­res gro­ßes The­ma, das wir schon En­de der Nuller, Be­ginn der Zeh­ner Jah­re in der Ka­bi­ne über­tra­gen ha­ben: Bio­di­ver­si­tät. Mit den Ur­sa­chen fürs Mi­kro­plas­tik hängt auch das Mas­sen­aus­ster­ben auf den fes­ten Tei­len des Glo­bus zu­sam­men, und das geht mit dem Ver­fall der Bö­den ein­her, hier der Link zu einem Bei­trag von 2017 über die Bö­den und über das Ler­nen.

Die Hu­mus­schicht, von der wir le­ben, wird im­mer dün­ner und dün­ner. (Und die Mensch­heit, die­sen Satz kann ich mir lei­der nicht ver­knei­fen, wird im­mer düm­mer und düm­mer.)

______________________________
Il­lus­tra­tion: Dal­l:e

Freitag, 14. Juni 2024

Schnack-Snack (3)

Wie Über­set­zerin­nen und Dol­met­scherin­nen ar­bei­ten, aber auch Über­set­zer und Dol­met­scher, er­fah­ren Sie auf die­sen Sei­ten. Ich bin als Deutsch-Mut­ter­sprach­le­rin mit Zweit­spra­che Fran­zö­sisch Teil ei­nes in­ter­na­tio­na­len Netz­werks. Die Bü­ro­kol­le­gin über­setzt ins Eng­li­sche. Als Lin­gu­is­tin ha­be ich im­mer ein Au­ge auf die Wör­ter.

"Wir wer­den am En­de des Ta­ges das gro­ße Bild ha­ben." Ja, ge­nau, am En­de des Vor­gangs wis­sen wir, wo­ran wir sind.

"Da ha­ben Sie ei­nen Punkt!" Wo ist er? Hab' ich Far­be auf der Na­se? Ich strei­che ge­ra­de die Kü­che. Ach, Sie mein­ten, dass ich recht ha­be? Pri­ma!

"Mit dem Vor­schlag bin ich fein." Gut, dann kön­nen wir ja wei­ter­ma­chen, wenn auch Sie ein­ver­stan­den sind.

Mit "Dep­pen-Apostroph"
"Nach ei­ner ent­spre­chen­den An­kün­di­gung am Diens­tag hat X an­ge­fan­gen, die Än­de­rung aus­zu­rol­len." Schön, dass X, frü­her be­kannt als Twit­ter (for­mer­ly known as ... = das frü­her Twit­ter hieß), ei­nen Neu­en Tep­pich be­kommt und sein Wohn­zim­mer auf­hübscht.

Gut, gut, ich weiß, Spra­che än­dert sich, ent­wi­ckelt sich wei­ter, es ka­men und kom­men Wör­ter von all­über­all her in un­se­re Spra­che, Neo­lo­gis­men, nicht nur "in 2024" (bes­ser: im Jahr 2024, die­ses Jahr).

Aber wenn die Ho­no­ra­re in der Syn­chron­bran­che ins Bo­den­lo­se ge­drückt wer­den und die Sät­ze der frei­en Mit­ar­bei­ter:in­nen in den Me­dien ist klar, dass sol­chen Ent­wi­ck­lun­gen da­mit Vor­schub ge­leis­tet wird. (Oder aber schlicht, weil ei­ne fest­an­ge­stell­te Re­dak­teu­rin/ein fest­an­ge­stell­ter Re­dak­teur es ei­lig hat­te oder denk­faul war.)

Die ur­sprüng­li­chen Be­grif­fe sind nicht alt­mo­disch oder ver­staubt, son­dern ge­ra­ten lei­der in un­se­rer Epo­che, in der DEng­lish do­mi­niert, ins Hin­ter­tref­fen. Wir brau­chen Na­tur­schutz für Wör­ter.

Tipp ei­ner Kol­le­gin für roll out: "flä­chen­de­ckend um­set­zen".

Der ei­gent­li­che Auf­re­ger des Spie­gel-Bei­trags ist aber ein ganz an­de­rer: Der Chef von X gibt vor, die Pri­vat­sphä­re der Nut­zer:in­nen zu schüt­zen und än­dert die Ein­stel­lun­gen so, dass z.B. bei Li­kes nicht mehr er­kenn­bar ist, wem da was ge­fällt. Bis­lang war die Ur­he­ber­schaft von Mar­kie­run­gen sicht­bar. In Zei­ten, wo Het­ze im Netz und ge­kauf­te Klicks von Bots ein Pro­blem sind, ist das ei­ne fa­ta­le Ent­schei­dung, die X wei­ter schwä­chen wird.

______________________________
Il­lus­tra­ti­on: Dall:e, im Stil von Henri Ma­tis­se

Dienstag, 9. April 2024

Très chic, oder?

Hel­lo, bon­jour, gu­ten Tag! Wie Dol­met­scher und Dol­met­sche­rin­nen ar­bei­ten und le­ben, be­schrei­be ich hier seit 2007. Dol­met­schen, münd­lich, und die schrif­tli­che Ent­spre­chung, das Über­set­zen, sind Be­ru­fe, von de­nen die All­ge­mein­heit nicht viel weiß. Das möch­te die­ser Blog än­dern. Auch am We­ges­rand Be­ob­ach­te­tes fin­det sich hier.

Zwei Dolmetscherinnen, drei Paar Kopfhörer, zwei Mikros, nicht komplett richtig zugeordnet von der KI, die diese Illustration erstellt hat.
So sieht die KI un­se­ren Beruf
Ein Ver­hö­rer bzw. Dol­metsch­stop­per ist mir neu­lich be­geg­net, als jun­ge Leu­te aus drei Län­dern zu­sam­men­saßen. Ich ha­be ge­ra­de ge­dol­metscht, als ein Fran­zo­se, ein Jung­bau­er von un­ter 30 Len­zen, et­was im Ne­ben­satz sag­te: C'est très chic !
Klang je­den­falls so. Mein­te er wirk­lich "sehr chic"? Ich ha­be ru­hig wei­ter­ge­hört und ge­schwie­gen. Die Kol­le­gin in der Dol­metsch­ka­bi­ne sah mich mit fra­gen­den Au­gen an, als hät­te ich et­was über­hört. Da­rauf ich: be­ru­hi­gen­des Hand­zei­chen, wei­ter­hö­ren.

Durch das, was folg­te, wur­de mir klar, dass sei­ne Be­wer­tung in die kom­plett an­de­re Rich­tung ging. Sein Eng­lisch war jetzt nicht soooo groß­ar­tig. Und ja, er mein­te das ur­sprüng­lich eng­lische, ein­ge­deutsch­te tra­shig, das er sich von an­de­ren Teil­neh­men­den am Vor­tag ab­ge­hört hat­te.

Sprach­mix, So­zio­lek­te und so­gar "Grup­pen­sprech" sind Din­ge, die die KI nicht kann und auch nie ler­nen wird, denn das for­dert so­gar uns Dol­met­scher:in­nen stark her­aus. Zum Glück hat­te ich al­lein schon ei­nen Tag mit der Grup­pe ver­bracht, kon­se­ku­tiv gearbeitet und auch mit den Gäs­ten zu­sam­men ge­ges­sen, be­vor es am nächs­ten Mor­gen in die wun­der­schö­ne Dol­met­sch­ka­bine im Mi­nis­te­ri­um ging, wo mich die fest­an­ge­stell­te Kol­le­gin für den Du­o­ein­satz schon er­wartet hat.

Nach dem Ter­min ha­ben wir das Wort kurz dis­ku­tiert. Auf Eng­lisch wür­den wir das wohl als trash chic wie­der­ge­ben. Am Hör­prob­lem än­dert sich nichts.

______________________________
Grafik:
Dal­l:e ("im Stil von Hen­ri Ma­tisse")

Mittwoch, 20. März 2024

Kopfschütteln (1)

Bon­jour, hier bloggt ei­ne Lin­gu­is­tin. Als Dol­met­sche­rin ar­bei­te ich mit den fol­gen­den Spra­chen: Deutsch (Mut­ter­spra­che), Eng­lisch, Fran­zö­sisch, Film. An­de­re Kol­le­g:in­nen, vor al­lem Dol­met­scher und Dol­met­sche­rin­nen, kann ich bei Be­darf aus dem Netz­werk ver­mit­teln. Die Bü­ro­kol­le­gin über­setzt ins Eng­li­sche, ar­bei­tet al­so schrift­lich. Lie­ber schüt­te­le ich den Kopf, als dass ich mich auf­re­ge, ist ge­sün­der! Da­her ei­ne neue Ka­te­go­rie für den Blog, yeah: Kopf­schüt­teln "eins" bis "hof­fent­lich end­lich".

"Nicht är­gern, nur wun­dern", sag­te einst mei­ne Schul­freun­din Ul­ri­ke zu mir, als mir je­mand blöd kam (für die Nicht-Mut­ter­spra­chler:in­nen hier: der/die ei­nen doo­fen Kom­men­tar ab­ge­ben hat). Da das Un­ter­be­wusst­sein das schö­ne Wört­chen "nicht" nicht ken­nen soll, al­so al­le Ne­ga­tio­nen als Af­fir­ma­tio­nen wahr­ge­nom­men wer­den, sage ich jetzt: Wun­dern ist bes­ser als är­gern.

So sieht die KI un­se­re Arbeit
Kopf­schüt­teln, die Ers­te: An­ge­bo­te schrei­ben und fest­stel­len, dass För­der­grund­sätze ei­nes zen­tra­len Pro­jekt­trä­gers, der im Auf­trag ei­nes Bun­des­mi­nis­te­ri­ums tätig wird, aus dem Jahr 2007 stam­men. Da­mals waren die Höchst­sätze für Si­mul­tan­dol­met­schen eines mehr­tä­gi­gen Se­mi­nar­pro­gramms, aber auch bei Tisch­, Or­ga-Kram etc. mit täg­lich 800 Euro ge­deckelt, einst durch­aus kom­for­ta­bel. Seit ei­nem Jahr­zehnt ist der Satz auch bei über­lan­gen Ta­gen über­holt.
Und noch et­was ist praxis­fremd: Es muss in 30-Minuten-Tran­chen ab­ge­rech­net wer­den. Wer soll da mit­schrei­ben? Wer prü­fen? Gilt die an­ge­fan­ge­ne hal­be Stun­de als ab­rech­nen­ba­re hal­be Stun­de? Was ist, wenn ei­ne Per­son ins Kran­ken­haus muss und wir plötz­lich 16 Stun­den ar­bei­ten? Al­les schon er­lebt. Wer sich den Ab­rech­nungs­mo­dus ein­fal­len ließ, hat nie an ei­ner sol­chen Ta­gung mit Über­nach­tung und jün­ge­ren Men­schen teil­ge­nom­men.

Aus dem Jahr 2007 stammt auch die­ser Blog, den ich re­gel­mä­ßig ver­än­de­re. Ob die Förder­grund­sätze in drei Jah­ren ihr 20-jäh­ri­ges Ju­bi­lä­um fei­ern? Spä­tes­tens dann wür­de ich hier öf­fent­lich ma­chen, wer es ist, und für mehr Reich­wei­te die Ver­bän­de mit ein­be­zie­hen.

Viel­leicht hilft Iro­nie?

______________________________
Il­lus­tra­ti­on: Dall:e (im Stil von Henri Matisse)

Dienstag, 5. März 2024

Schnack-Snack (2)

Wie Über­set­zerin­nen und Dol­met­scherin­nen ar­bei­ten, aber auch Über­set­zer und Dol­met­scher, er­fah­ren Sie auf die­sen Sei­ten. Ich bin als Deutsch-Mut­ter­sprach­le­rin mit Zweit­spra­che Fran­zö­sisch Teil ei­nes in­ter­na­tio­na­len Netz­werks, die Bü­ro­kol­le­gin über­setzt ins Eng­li­sche. Für uns Sprach­men­schen ist es im­mer wich­tig, Spra­che und Tech­nik zu be­ob­ach­ten.

Mit "Dep­pen-Apos­troph"
Teil zwei der neu­en Rei­he mit dem ra­schen Snack von kurz Ge­schnack­tem. Für Nicht-Mut­ter­spra­chler: "schnack" ist Nord­deutsch für plau­dern, sich un­ter­hal­ten.

So­gar Kon­zer­ne ver­las­sen sich der­zeit auf au­to­ma­ti­sche "Über­tra­gung" — mit frag­wür­di­gen Er­geb­nis­sen, wie ich fin­de. (Ha­ben die je­mals an Image­schä­den ge­dacht?)
Das Pro­blem hier­bei ist, dass die kalten Bits & Bytes nicht die Sphäre des di­gi­ta­len ver­las­sen und keine ei­ge­nen Er­fah­run­gen ge­macht ha­ben (kön­nen). 

Das un­ter­schei­det die kal­ten Kis­ten von uns Men­schen aus Fleisch und Blut. Des­halb sind Nu­an­cen und Bei­nahe-Syn­ony­me im­mer ein rie­si­ges Pro­blem für sie. Ver­ben wie das Wort "ver­las­sen" wei­ter oben und mit jeweils andereer Be­deu­tung bei­spiels­wei­se be­stimmt in Ge­brauchs­tex­ten eben nicht im­mer der Kon­text.

Hu­man­über­set­zer:in­nen da­ge­gen wis­sen ent­we­der, wo­rum es geht, von Bildern oder frü­he­ren Ge­sprä­chen her, weil sie vor Ort waren oder Ver­gleich­ba­res ken­nen, oder aber sie schät­zen die ei­ge­nen Gren­zen rich­tig ein ... und fra­gen kurz nach!

Die Nu­an­cen sind futsch!

The flat includes a mezzanine, a mezzanine and a large, room-sized mezzanine.
Aus der KI-"Übel­set­zung" ei­nes Woh­nungs­ex­po­sés



Und jetzt folgt noch Kon­text, zu­min­dest für den Satz hier links: Der Ver­käu­fer der Woh­nung ist eine Brite, der in Pa­ris die Woh­nung sei­ner Mut­ter ver­äu­ßert. In seine Sprache mischen sich fran­zö­si­sche Be­grif­fe, da er oft in Frank­reich war.

Viele mögliche Bedeutungen

La mezzanine
kann in Frank­reich auch "das Hoch­bett" hei­ßen. Ge­meint wa­ren hier: Hoch­par­ter­re, Zwi­schen­ge­schoss und Hoch­bett. Der Aus­gangs­text ist schlecht for­mu­liert, auch ein häu­fi­ger Ver­ur­sa­cher feh­ler­haf­ter KI-Über­tra­gun­gen (Klick: "
Ver­ant­wor­tung über­neh­men").

______________________________
Il­lus­tra­ti­on:
Dall:e, im Stil von Hen­ri Ma­tis­se
Zi­ta­te: Dank an Jes­si­ca Link, DeepL, leo.org

Freitag, 1. März 2024

Verrutschtes

Sie le­sen hier in einem Blog aus der Ar­beits­welt, ge­nau­er: aus dem All­tag ei­ner Dol­met­sche­rin. Mei­ne Mut­ter­spra­che ist Deutsch, ich ar­bei­te über­wie­gend mit Fran­zö­si­sch und Eng­lisch, die Bü­ro­kol­le­gin über­setzt in die eng­li­sche Spra­che. Heu­te ha­be ich ver­sucht, ei­ne Über­set­zung zu be­schleu­ni­gen und es schnell wie­der auf­ge­ge­ben. Hier, wa­rum.

Heu­te habe ich mal wie­der mit meinem Dik­tier­pro­gramm gro­ßen Spaß ge­habt. Es heißt "Dragon", al­so wird es ger­ne "Dra­che" ge­nannt. Bei der Über­set­zung ging es um Pro­gramm­ver­an­stal­ter in der deut­schen Haupt­stadt, um das Be­gleit­pro­gramm von Aus­stel­lun­gen und um Rah­men­ver­an­stal­tun­gen, die mehr­sprachig an­ge­bo­ten wer­den.

Sitzende Männer, stehender Mann, daneben eine Frau, die spricht, verwischt realistisch
Dall:e hat vergessen, wie Henri Matisse gemalt hat
Aus dem In­sti­tut Fran­çais macht der klei­ne Dra­che "Er sieht die Fres­se", aus der Ver­dol­met­schung das "fai­re Dol­met­schen", die Kultur­pro­gramme sind ohne Be­trach­tung der In­hal­te "gu­te Pro­gram­me". Warum Ver­nis­sa­gen zu "Vi­sa­gen" wer­den, weiß nur der Gott der Bits and Bytes, ver­mut­lich, weil bei Aus­stel­lungs­er­öff­nun­gen vie­le Men­schen ihr Ge­sicht zu Mark­te tra­gen. Die Mi­dis­sa­ge, ein Event zur Halb­zeit der Aus­stel­lun­gen, wird als me­di­zi­nisch 'ver­stoff­wech­selt', die be­lieb­te krea­ti­ve Rei­bungs­flä­che flugs zum "Rei­bungs­lä­chel". Oha!

Zur Il­lus­tra­ti­on bit­te ich Dal­l:e, mir er­neut ein Bild im Stil von Henri Ma­tis­se her­zu­stel­len: "Aus­stel­lungs­er­öff­nung im In­sti­tut fran­çais mit Dol­met­sche­rin". Das KI-"Zei­chen­pro­gramm" Dall:e be­kommt es trotz vie­ler An­läu­fe nicht hin. Ähn­lich ver­hält es sich mit OpenAI und mei­nen Bit­ten, un­sicht­ba­re Sil­ben­trenn­zei­chen ein­zu­bau­en. Die KI macht Fort­schrit­te, springt, pur­zelt zu­rück, macht Un­sinn, be­hauptet das Ge­gen­teil ... sie ist keine Kon­kur­renz für meine Bran­che, son­dern bei an­spruchs­vol­len Tex­ten ein wei­te­res Werk­zeug für die Hän­de von Pro­fis.

______________________________
Foto: C.E.

Freitag, 23. Februar 2024

Schnack-Snack (1)

Wie Über­set­zerin­nen und Dol­met­scherin­nen ar­bei­ten, aber auch Über­set­zer und Dol­met­scher, er­fah­ren Sie auf die­sen Sei­ten. Ich bin als Deutsch-Mut­ter­sprach­le­rin mit Zweit­spra­che Fran­zö­sisch Teil ei­nes in­ter­na­tio­na­len Netz­werks, die Bü­ro­kol­le­gin über­setzt ins Eng­li­sche. Für uns Sprach­men­schen ist es im­mer wich­tig, ein Ohr an den Men­schen zu ha­ben.

Ei­ne neue Rei­he be­ginnt heu­te, der kur­ze Snack von kurz Ge­schnack­tem. Für Nicht-Mut­ter­spra­chler: "schnack" ist Nord­deutsch für plau­dern, sich un­ter­hal­ten. 

Mit "Dep­pen-Apostroph"
Das en­g­li­sche Wort "Snack" als Be­zeich­nung ei­ner klei­nen Zwi­schen­mahl­zeit ge­hört zu den Be­grif­fen, die ih­ren Ein­gang in die deut­sche All­tags­spra­che ge­fun­den ha­ben.

Das deutsche Wort "Ein­stel­lung" meint im Fe­bru­ar am Pots­da­mer Platz na­tür­lich die "Ka­me­ra­ein­stel­lung", also den Ka­me­ra­aus­schnitt und seine mög­li­che Ver­än­de­rung wäh­rend ei­ner auf­ge­nom­me­nen Spie­lein­heit zwi­schen zwei Schnit­ten. Die­ser Tage lei­der ge­hört als ver­meint­li­che Über­tra­gung: o­pi­ni­on, auf Deutsch "Mei­nung".

______________________________
Il­lus­tra­ti­on:
Dall:e, im Stil von Henri Matisse

Mittwoch, 24. Januar 2024

In der Box

Wie Über­set­zer:in­nen und Dol­met­scher:in­nen ar­bei­ten, er­fah­ren Sie in die­sem Blog. Als Deutsch-Mut­ter­spra­ch­le­rin bin ich Teil ei­nes in­ter­na­tio­na­len Netz­werks, die Zweit­spra­che ist Fran­zö­sisch; die Bü­ro­kol­le­gin über­trägt Tex­te ins Eng­li­sche. Da­bei ha­ben wir es mit vie­len un­ter­schied­li­chen The­men zu tun, die Vor­be­rei­tung ist also ein wich­ti­ger Be­stand­teil.

Die lu­stigs­te Bu­chung mei­nes Le­bens kam heu­te rein. Eine Tech­nik­fir­ma aus der Kon­fe­renz­welt ruft an.

Farbenfrohes Gemälde mit zwei Frauen, die Kopfhörer tragen
In der Box (im Stil von Hen­ri Ma­tisse)

 Los geht's mit einer Frage:
— Kön­nen Sie heu­te?
— Wann ge­nau, heu­te? Zu wel­chem The­ma? Und wo?
— Ent­schul­di­gung, ich mei­ne, ab so­fort! Im Netz steht, dass Sie zen­tral woh­nen, stimmt das?
— Mo­ment, wor­um geht's denn?
— Das The­ma ist nicht wich­tig. Der Kun­de hat ei­ne Dol­met­scher­ka­bi­ne plus Equip­ment bei uns be­stellt. Aber die ha­ben nicht ver­stan­den, dass sie zu­sätz­lich noch Dol­met­scher:in­nen bu­chen müs­sen.
— Oha!
— Genau, oha! Die dach­ten, die wä­ren im Lie­fer­um­fang mit drin. Da ist jetzt das The­ma un­wich­tig. Die wer­den froh sein, wenn über­haupt je­mand in der Box sitzt.

P.S.: Wir hat­ten Glück in der Lot­te­rie, es ging um ein so­zia­les The­ma, das wir be­reits ken­nen.

______________________________
Illustration: Dall:e

Mittwoch, 17. Januar 2024

Der Nürnberger Trichter

Sie le­sen hier in ei­nem Blog aus der Ar­beits­welt, ge­nau­er: aus dem All­tag ei­ner Dol­met­sche­rin. Meine Mut­ter­spra­che ist Deutsch, ich ar­bei­te über­wie­gend mit Fran­zö­sisch und Eng­lisch, die Bü­ro­kol­le­gin über­setzt in die eng­li­sche Spra­che. Es gibt Kun­d:in­nen, die blei­ben au­ßen vor, weil sie sich die Zeit für Be­ra­tung nicht neh­men. Scha­de.

KI-Gemälde: Maschine, Trichter, oben fliegen Dokumente und Buchstaben rein
Die Über­set­zungs­ma­schine (gemäß der KI)
Wer Dol­met­sche­r:in­nen sucht, darf sich ein we­nig auf die Art, wie wir ar­bei­ten, ein­las­sen, da­mit wir ge­mein­sam die bes­te Lö­sung fin­den.

"Die Kun­din hat nicht viel Ah­nung von un­se­rer Bran­che, sie hat stän­dig ge­sagt, dass sie eine Syn­chron­über­set­ze­rin für ei­nen Vor­trag brau­che", sagt ei­ne Kol­le­gin am Te­le­fon, die mich auf Emp­feh­lung ei­ner an­de­ren Kol­le­gin an­ge­ru­fen hat. Die­se po­ten­zi­el­le Kun­din be­nö­tigt kei­ne Über­set­ze­rin für ein Dia­log­buch vor der Syn­chro­ni­sie­rung, son­dern zwei Si­mul­tan­dol­met­sche­rinnen, die im Wech­sel münd­lich über­tra­gen kön­nen. Es geht um einen Nach­mit­tag plus ei­nen gan­zen Tag, ir­gend­wo in Bay­ern, um Schu­lungs­soft­ware ei­ner nam­haf­ten Han­dels­ket­te.

Beratungsintensiv 

Wir erklären gerne ruhig alle De­tails und dass wir uns re­la­tiv schnell ein­ar­bei­ten kön­nen, da­zu aber Ma­te­ri­al im Vor­feld be­nö­ti­gen. Wir fah­ren ger­ne auch dort­hin, wo die Schu­lung statt­fin­den wird. (Zug- und Un­ter­kunft­skos­ten kämen zum Ho­no­rar hin­zu.)

Die Kun­din aber, so er­fah­re ich am Te­le­fon, möch­te lie­ber re­mo­te schu­len, al­so aus der Fer­ne, das spa­re Zeit. Die Men­schen sol­len im Bü­ro vor ih­ren Rech­nern sit­zen, sie spricht Fran­zö­sisch und aus dem ir­gend­wie ge­ar­te­ten Off stellt sie sich eine Flüs­ter"über­set­zung" vor. Mehr weiß sie nicht. Nein, für eine Kon­fe­renz­soft­ware, die ei­nen zwei­ten Ton­ka­nal bie­tet, ist sie nicht ge­wil­l­t zu be­zah­len. Auch nicht für Rei­sen oder zwei Dol­met­scher:in­nen, die sich wie bei Si­mul­tan­dol­met­schen üb­lich ab­wech­seln wür­den. Also soll es ei­ne Per­son ma­chen, not­falls in Pau­sen hin­ein und nein, das Sys­tem kön­ne lei­der nicht im Vor­feld zum Ken­nen­ler­nen be­reit­ge­stellt wer­den. Das sei ein Rech­te-, aber vor al­lem ein Zeit­pro­blem! 

Lösungsansätze

Wir schla­gen vor, dass we­nigs­tens eine kon­se­ku­tiv dol­met­schende Per­son ge­mein­sam mit der Re­fe­ren­tin vor Ort sein sol­le, um am ers­ten hal­ben Tag die Soft­ware ken­nen­ler­nen zu kön­nen so­wie sich bei Rück­fra­gen un­mit­tel­bar be­merk­bar ma­chen zu kön­nen, da­mit, falls z.B. et­was nicht so­fort über­trag­bar sein soll­te, wei­te­re Er­klä­run­gen di­rekt er­be­ten wer­den kön­nen. Au­ßer­dem wer­de bei die­ser Dol­met­schart die Ver­an­stal­tung län­ger dau­ern bzw. man müs­se In­halt kür­zen, denn durch das Dol­met­schen in dafür nö­ti­ge Sprech­pau­sen hin­ein ver­län­ge­re sich das Gan­ze, so mei­ne Kol­le­gin.

Die Ant­wort der po­ten­zi­el­len Kun­din kommt am En­de des Ta­ges: Das sei doch al­les ein we­nig zu kom­pli­ziert und dro­he, län­ger als nö­tig zu dau­ern. Man ha­be nun die Schu­lung ver­kürzt und brau­che über­haupt kei­ne Dol­met­sche­rin mehr.

Chance vertan

KI-Gemälde: Kopf, in den in Trichterform verschiedene Sprachen in unterschiedlichen Farben reinfließen
Nürnberger Trichter (der KI zufolge)
Wie auch im­mer das ge­stal­tet sein soll, wir ha­ben da un­se­re be­rech­tig­ten Zwei­fel. Was ich eher be­fürch­te : Es darf ei­ne zu­fäl­lig zwei­spra­chi­ge Mit­ar­bei­te­rin "aus­hel­fen", die ih­re Sa­che die ers­ten Mi­nu­ten lang gut macht, dann wird es kurz­at­mi­ger, nach spä­tes­tens ei­ner hal­ben Stun­de ist die Luft raus. Oder je­mand ver­fiel auf die glo­ri­o­se Idee, die KI zu bemühen. Oder es auf Eng­lisch durch­zu­zie­hen (und dann be­herr­schen et­li­che schließ­lich doch nicht so gut die Spra­che Shake­speares ...) Es dürf­te zu ho­hen Über­tra­gungs­ver­lus­ten und -feh­lern kom­men. Um was ging es gleich noch­mal? Um Schulun­gen? Das droht am En­de sehr viel teu­rer zu wer­den, als wenn wir Sprach­pro­fis be­auf­tragt wor­den wä­re.

Ich schät­ze mal, die Part­ner auf deut­scher Sei­te kommen aus Nürn­berg, und heim­lich ha­ben sie den Nürn­ber­ger Trich­ter ent­deckt, mit dem sie das ma­chen wer­den. Iro­nie aus!
______________________________
Foto: Dall:e (im Stil von Henri Matisse)

Freitag, 12. Januar 2024

Dreckfuhler 2023

Bon­jour, hel­lo und gu­ten Tag! Sie le­sen hier in ei­nem Blog aus der Ar­beits­welt, ge­nau­er: aus dem All­tag einer Dol­met­scherin. Meine Mut­ter­spra­che ist Deutsch, ich arbei­te über­wie­gend mit Fran­zö­sisch und Eng­lisch, die Büro­kol­le­gin über­setzt in die eng­li­sche Spra­che. Neben dem Dol­metschen lese ich immer wieder Texte Kor­rek­tur, die von Kol­leg:innen über­setzt wor­den sind. Heu­te geht es, pas­send zur ei­nem ak­tu­el­len po­li­ti­schen The­ma.

Letz­tes Jahr gab es einiges, das mir zum Glück ins Auge sprang, sonst hätte es Druck­feh­ler ge­ha­gelt (sie­he Ti­tel). Hier ei­ni­ge Le­se­früch­te eines Kor­rek­to­rats­auf­trags, bei dem es um Gar­ten- und Acker­bau ging.

Pflanzen, Blüten, die Hand der Gärtnerin
Im Stil von Hen­ri Ma­tis­se (KI)

⊗ Abi­trage statt Ar­bi­trage ... Ja, für die rich­ti­ge Aus­wahl ist ein gu­ter Ab­schluss nö­tig.
⊗ Rin­der­mulch statt Rin­den­mulch ... wir ver­bes­sern die Bö­den mit Kör­per­tei­len von Wie­der­käu­ern.
⊗ häch­seln statt häck­seln ... bes­ser ge­schrie­ben wie ge­spro­chen.
⊗ sä­hen statt säen ... sehr weit ver­brei­tet, ist aber auch kom­pli­ziert!
⊗ Ab­sän­ker statt Ab­sen­ker ... un­hör­bar, die Nuance!
⊗ Chlo­ro­phil statt Chlo­ro­phyll ... Dr. chlo­ro phil. oder etwas in der Lage.

⊗ ver­ti­ku­lie­ren statt ver­ti­ku­tie­ren ... im Netz findet sich inzwi­schen die fal­sche Form als auch mög­li­che Schreib­weise. Nun denn.

______________________________
Illustration:
Dall:e

Montag, 18. Dezember 2023

Montagsschreibtisch (24)

Bon­jour & hel­lo! Sie lesen hier ein di­gi­ta­les Ta­ge­buch aus der Welt der Spra­chen, das es seit 15 Jah­ren gibt. Ich über­setze ins Deut­sche und dol­met­sche bila­te­ral Franzö­sisch/Deutsch. Der nächs­te win­ter­liche Bo­xen­stop zeich­net sich ab.

So sieht die KI unse­ren Beruf
Schon wieder Mon­tag! Und ei­ner, bei dem der vol­le Mo­nat mit den we­ni­gen Arbeits­ta­gen be­wäl­tigt wer­den will. Auf dem Schreib­tisch fol­gen­de Din­ge, die mit be­ruf­li­chen Ein­sät­zen zu­sam­men­hän­gen:

⊗ Nach­be­rei­tung Ei­gen­tü­mer­ver­samm­lung
⊗ Nach­be­rei­tung Woh­nungs­re­no­vie­rung
⊗ Nach­be­rei­tung Land­wirt­schaft und Gesund­heit
⊗ Kos­ten­vor­an­schlä­ge Ja­nuar 24
⊗ Ter­min­pla­nung
⊗ Ab­la­gen
⊗ Buchhaltung

Bei den au­to­ma­tisch ge­ne­rier­ten Il­lus­tra­tio­nen fällt mir auf, dass die KI nicht ver­stan­den hat, was Mikro­fone sind, wozu sie ver­wen­det wer­den und warum Head­sets Mikro­fone haben. Sie hat nicht ver­stan­den, dass wir nie gleich­zei­tig spre­chen. Fast im­mer wer­den die Lap­tops "ver­ges­sen", auch wenn ich sie im "Prompt", wie die Bild­­be­schrei­bung heißt, die der Dar­stel­lung vor­aus­geht, aus­drück­lich er­wäh­ne.

______________________________
Il­lus­tra­tion:
Dall:e (im Stil von Henri Ma­tis­se)

Dienstag, 12. Dezember 2023

Nachtzug

Bon­jour, guten Tag & hel­lo! Der Ar­beits­all­tag von Dol­met­sche­rin­nen und Dol­met­schern ist Ge­gen­stand des Web­logs. Un­sere Spra­chen sind Deutsch, Fran­zö­sisch und Eng­lisch, die Büro­kol­le­gin ist Über­setze­rin und ar­bei­tet in die engli­sche Spra­che. Wir Sprach­ar­bei­ter:in­nen sind sehr häu­fig in der zwei­ten (und drit­ten) Hei­mat.

Auch die KI weiß nicht so recht, was ein Nachtzug ist
End­lich gibt es den Nacht­zug wie­der, heu­te Mor­gen fuhr­ in Pa­ris der ge­stern in Ber­lin ab­ge­fah­re­ne Zug ein, an­we­send wa­ren die Pres­se, Ju­nior­bot­schaf­te­rin­nen, Bot­schaf­ter, sons­­ti­­ge Pro­mi­nenz!

Ge­nau zehn Jah­re lang gab es kei­ne eu­ro­päischen Nacht­zü­ge auf die­ser Strecke. So lan­ge muss­ten wir zwi­schen Pa­ris und Ber­lin tags­über den Zug nut­zen, das hat Zeit ge­kos­­te­t und hat vie­le in den Flie­ger ge­nö­tigt. Jetzt kön­nen wir end­lich wie­der nach­hal­tig rei­sen.

Mich wun­dert, dass es so lange ge­braucht hat. Da­bei lie­gen die Vor­teile auf der Hand.

Nacht­zug­vor­tei­le:
We­sent­lich we­ni­ger CO2-Pro­duk­tion
­⊗ Aus der Stadt­mit­te in die Stadt­mit­te ...
⊗ Nicht stän­dig in ir­gend­wel­chen Schlan­gen ste­hen müs­sen
⊗ Mit Kin­dern ent­spann­ter rei­sen
⊗ Auch mit Ge­päck oder grö­ße­ren Mit­brin­seln ent­spannt rei­sen
⊗ Ru­hi­ges Ar­bei­ten mög­lich
⊗ Schla­fen ohne stän­di­ge An­spra­che oder Licht möglich

Nach­tei­le:
⊗ Der Preis: An­de­re Ver­kehrs­mit­tel wer­den sub­ven­tio­niert, der Nacht­zug muss in Deutsch­land Pro­fit er­wirt­schaf­ten. Ein Ein­zel­schlaf­ab­teil kos­tet 450 Euro, das hat nichts mit den Prei­sen von da­mals zu tun.
⊗ In Frank­reich und Ös­ter­reich wer­den auch Nacht­zü­ge sub­ven­tio­niert
⊗ Sie­ben Pro­zent Mehr­wert­steu­er (Flü­ge sind nicht der Mehr­wert­steu­er un­ter­wor­fen)
⊗ Noch wer­den die al­ten Wa­gons ge­nutzt, da­her nimmt er die al­te, lang­sa­me Stre­cke. Hier sind In­ves­ti­tio­nen nö­tig.
⊗ Die ho­hen Tras­sen­ge­büh­ren der Bahn ha­ben den Nacht­zug da­mals un­wirt­schaft­lich wer­den las­sen, ob­wohl er im­mer gut ge­bucht war. Die Lage scheint un­ver­än­dert.

Schräg, dass in den Me­dien der­zeit al­le die­sen Nacht­zug als "wich­ti­ges Sym­bol für Eu­ro­pa", "Bei­spiel der Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen den Län­dern", "in­no­va­tiv", "völ­ker­ver­stän­di­gend", "neue Ära" an­prei­sen. Hal­lo?! Ihr habt wohl al­le ver­ges­sen, dass Ihr selbst es wart, die den Nacht­zug nach Jahr­zehn­ten bes­ter Diens­te aufs Ab­stell­gleis ran­giert habt?

______________________________
Il­lus­tra­tion:
Dal­l:e (im Stil von Henri
Ma­tisse)

Dienstag, 5. Dezember 2023

Atmen, sprechen, weiterlernen

­Wie Über­set­zer:in­nen und Dol­met­scher:in­nen ar­bei­ten, er­fah­ren Sie auf die­sen Sei­ten. Für uns Dol­met­scher:innen ist es im­mer wich­tig, ge­nug Atem­luft zu ha­ben und gut zu ar­ti­ku­lie­ren.

Wie die KI die Sprecherziehung sieht
Idealer­wei­se sind wir am An­fang un­se­rer Ent­wick­lung in den Ge­nuss von Sprech­er­zie­hung ge­kom­men, in­ner­halb des Stu­di­ums oder pri­vat or­ga­ni­siert. (Das gibt es lei­der noch nicht in al­len Sprach­stu­dien­gän­gen.)

Es geht los mit der Be­wusst­wer­dung des At­mens und der Ver­bes­se­rung der na­tür­li­chen At­mung. Da­bei ist die Kör­per­hal­tung wich­tig, da­mit das Zwerch­fell Raum hat, aber auch, da­mit wir mög­lichst lo­cker sind und nicht eine ir­gend­wie ge­ar­te­te Ver­kram­pfung un­ser ve­ge­ta­ti­ves Ner­ven­sys­tem stört.

Die Ebenen der At­mung im Kör­per, Zwerch­fell­at­mung und Rip­pen- oder Bauch­at­mung, las­sen sich leicht selbst er­kun­den, da­zu lie­gen Hände auf den ver­schie­de­nen "At­men­räu­men", und ent­spannt las­sen wir den Atem ge­sche­hen. "Nicht 'wir atmen', son­dern 'es atmet uns'", lau­tet der Satz, den ich aus dem Fel­den­krais-Trai­ning mit­ge­nom­men ha­be, das ich spä­ter ab­sol­viert ha­be.

Wer sei­ne Stim­me gut kennt und sie wie ein In­stru­ment be­herrscht, kann das ei­ge­ne Stimmspek­trum er­hö­hen, spricht mit bes­se­rem Vo­lu­men und län­ger, oh­ne hei­ser zu wer­den. Ge­ra­de Letz­te­res ist für uns Dol­met­scher:in­nen zentral.

Dem ste­hen ver­krampf­te, ge­pres­ste Stim­men ge­gen­über, im­mer wie­der zu hö­ren von Re­d­ner:in­nen vom Po­di­um, die nur sel­ten öf­fent­lich spre­chen. Aus ih­rer Art des Spre­chens las­sen sich Stress oder ein­fach nur Un­wohl­sein he­raus­hö­ren, zu­rück­ge­hal­te­ne oder un­ter­drück­te Gefühle.

Wir Sprach­ar­bei­te­rin­nen wis­sen, dass die Stim­me nie lügt, sie zu ver­stel­len ist fast nicht mög­lich. Sie spie­gelt un­se­re Ab­sich­ten wi­der — aber auch, wie es uns selbst geht. Wenn man uns nur hört und nicht sieht, ha­ben wir ma­nch­mal das Ge­fühl, wie nackt da­zu­ste­hen. Eine kla­re, of­fe­ne Stim­me klingt glaub­wür­dig, Lächeln lässt sich hö­ren, ei­ne aus­ge­ruh­te, vol­le Stim­me vibriert und nutzt das Atem­vo­lu­men per­fekt aus, selbst wenn, ich springe wie­der in die Ka­bi­ne zu­rück, uns Dolmetscherinnen ma­nch­mal die Men­schen vorn am Po­di­um mit ih­ren Re­de­bei­trä­gen "weglaufen".

Da­mit wir uns auch mor­gen mit un­se­rer ei­ge­nen Stim­me ver­bun­den füh­len und stress­re­sis­tent blei­ben, füh­ren vie­le von uns das Le­ben von Sport­ler:in­nen. Und die Ein­sät­ze er­gänzt idea­ler­wei­se im­mer wie­der auch Stim­mtrai­ning um zu ver­hin­dern, dass sich Tics ein­schlei­chen oder wir es (bzw. uns) schleifen las­sen. Da­mit war ich an die­sem Mo­nat­sa­n­fang be­schäf­tigt. Auch das ge­hört zur Ar­beits­zeit, selbst wenn es nicht un­ter 'be­zahl­te Ar­beits­zeit' fällt!

______________________________
Il­lus­tra­tion: Dall:e im Stil von Hen­ri Ma­tis­se

Montag, 27. November 2023

Premiummarkt

Sie lesen hier einen Blog aus der Ar­beits­welt, genauer: aus dem All­tag einer Dol­met­scherin. Meine Mut­ter­spra­che ist Deutsch, ich arbei­te über­wie­gend mit Fran­zö­sisch und Eng­lisch, die Büro­kol­le­gin über­setzt in die eng­li­sche Spra­che. In der Re­gel ar­bei­ten wir für Di­rekt­kun­din­nen und -kun­den.

"Ihre Ho­no­rar­vor­stel­lung über­steigt das Bud­get", schreibt mir eine Agen­tur, die mich für einen for­dern­den Ein­satz an­ge­fragt hatte. Die Wor­te 'Agen­tur' und 'Bud­get' ha­ben es in sich. Man­che Men­schen, die den Dol­metsch­markt nicht ken­nen, hal­ten Agen­tu­ren für das Pre­mi­um­segment.

Da­bei sind wir un­ab­hän­gi­gen Dol­met­scher und Dol­met­sche­rin­nen der Pre­mi­um­markt.

Zwei Dolmetscherinnen mit Kopfhörern, Mikrofonen und Computern, die aus einem Fenster auf den Konferenzsaal schauen (im Stil von Henri Matisse)
So "sieht" uns die KI, erneut im Stil von Henri Matisse

Ein "Bug­det" mag eine End­kun­din oder ein End­kun­de in der ei­ge­nen Kal­ku­la­ti­on ha­ben, hier aber han­delt es sich um den Satz, den die Agen­tur im Wett­be­werb mit an­de­ren ge­bo­ten hat — also mit uns Frei­be­ruf­ler:in­nen. Die Agen­tur hat die Aus­schrei­bung ge­won­nen, da sie mög­li­cher­wei­se un­se­re Ho­no­ra­re un­ter­bo­ten hat. Und nun fragt sie uns an, die frü­he­ren Kon­kur­ren­t:in­nen, ob wir be­reit sind, den Ein­satz für die Hälf­te bis zwei Drit­tel un­se­rer üb­li­chen Sät­ze zu er­le­di­gen. 

Die Preis­dif­fe­renz zum Preis­ge­bot ist die (nicht zu knap­pe) Ge­winn­mar­ge der Agen­tur, bei der die öko­no­mi­schen In­ter­es­sen im Vor­der­grund stehen. Das führt auch dazu, dass solche Fir­men bei Aus­schrei­bun­gen mit­bie­ten, auch wenn sie selbst kei­ne Dol­met­scher sind oder im Vor­feld über­prüft ha­ben, ob eine ihr be­kann­te qua­li­fi­zier­te Fach­kraft am fra­gli­chen Ter­min über­haupt ver­füg­bar ist.

Agen­tu­ren ver­fü­gen nicht, an­ders als es man­che Lai­en an­neh­men, über fest­an­ge­stell­ten Fach­kräf­te, die sie dann ent­sen­den, son­dern te­le­fo­nie­ren den Markt ab, um eine freie Per­son zu fin­den, die sie selbst oft nicht aus der Ar­beit kennen.

Es gibt in­zwi­schen nur noch we­ni­ge Dol­metsch­agen­tu­ren, die an­ders ti­cken, die selbst von ak­ti­ven Kon­fe­renz­dolmetscher:innen be­trie­ben wer­den und die ihre Kol­leg:in­nen gut behandeln. Die Bran­che ist nicht ge­setz­lich re­gu­liert, wes­halb es im In­ter­net­zei­tal­ter viel Wild­wuchs gibt.

Wir frei­be­ruf­li­chen Dol­met­scher:innen ken­nen in der Re­gel aus der Dol­metsch­ka­bi­ne jene, die wir in un­ser Netz­werk auf­neh­men bzw. von den en­gs­ten Kol­leg:in­nen ha­ben meh­re­re die Be­treff­en­den be­reits bei der Ar­beit erlebt. Die­ses "Koo­pta­ti­on" ge­nann­te Prin­zip führt in der Re­gel zu ho­her Qualität.

Im Wech­sel stel­len wir selbst re­gel­mä­ßig Teams zusammen. Auch das ist ein Grund, wes­we­gen Frei­be­ruf­ler:innen erst dann mit einem Preis­an­ge­bot auf An­fra­gen ant­wor­ten wenn klar ist, dass der Ter­min von Netz­werk­kol­leg:in­nen über­nom­men wer­den kann. Nor­ma­ler­wei­se sind wir beim Ein­satz mit von der Par­tie. Soll­te die Ar­beit über Ge­bühr auf­wän­dig sein, be­rech­nen wir den Ma­nage­ment­auf­wand üb­li­cher­wei­se ge­sondert, zie­hen das Ent­gelt für die­se Zeit da­für also nicht von den Ho­no­ra­ren der­je­ni­gen Dol­metscherkollegen und -kolleginnen ab, die schließ­lich dol­met­schen, denn das wäre nicht fair.

Un­ser Be­rufs­le­ben ist kom­pli­ziert ge­nug. Da hilft nur Klar­heit. Des­halb heu­te die­se Rich­tig­stel­lung. Sie fällt mir schwer, denn sol­che Zei­len sind ein Ritt auf Mes­sers Schnei­de und eine di­plo­ma­ti­sche Her­aus­for­de­rung.

______________________________
Foto:
Dall:e (OpenAI, korrigiert)

Montag, 9. Januar 2023

Auf dem Schreibtisch (LXIX)

Über den Ar­beits­all­tag einer Dol­met­scherin können Sie auf diesen Seiten einiges er­fah­ren. Meine Mut­ter­sprache ist Deutsch, ich arbei­te über­wie­gend mit Fran­zö­sisch und Eng­lisch. Das neue Jahr hat im Büro begonnen.

Schreib­tisch nach Henri Matisse
Die Kollegin kor­ri­giert schon seit Ende Weih­nachten die Übersetzung einer didak­ti­schen Web­seite, bald darf ich gegen­lesen. Andere Ar­bei­ten werde ich langsam (und, ich fürchte, mühsam) wie­der­auf­neh­men. Es dauert immer einige Zeit, bis Un­ter­bre­chungen über­wun­den sind, sich der Flow wieder ein­stellt. 

Zwi­schen­durch denke ich über die "Künst­li­che In­tel­li­genz" nach, dazu bald hier mehr. Das Nach­den­ken erfolgt zum Teil prak­tisch, ich ex­pe­ri­men­tie­re mit Soft­ware herum.

Erste Bild­bei­spie­le sind schon hier zu sehen. Diese Il­lus­tra­tionen sind manch­mal an­nehm­bare Vorlagen und schrei­en nach Be­ar­bei­tung. Ver­mut­lich ist es in die­sem Feld ähnlich wie im Be­reich Sprach­ar­beit: Es sind Tools, die manch­mal sogar Zeit ge­win­nen hel­fen, aber nichts, was ernst­haft Pro­fis ersetzt, vor­aus­ge­setzt, es soll alles bei dem Ni­veau blei­ben, das wir kennen.

Der Nach­satz scheint mir bei län­ge­rem Nach­den­ken sehr wichtig zu sein.

Was liegt auf dem Schreib­tisch? Kos­ten­vor­an­schläge, Rech­nun­gen, Mah­nungen, Buch­über­set­zung, die be­reits erwähnte Web­seite, Rei­se­pla­nung, Buch­hal­tung vom De­zem­ber.

Und es gibt Pro­jekt­pla­nung im Team, aber da ist noch nichts spruch­reif.

______________________________
Illustration:
DALL.E (bearbeitet)