Donnerstag, 20. August 2026

Bonjour

.. und herz­lich will­kom­men! Als erfahrene Kon­fe­renz­dol­met­sche­rin („se­nior in­ter­pr­eter“) und Über­set­ze­rin bin ich seit 20 Jah­ren in Deutsch­land, Frank­reich und in an­de­ren Län­dern Eu­ro­pas tä­tig — meist mit Fran­zö­sisch und Deutsch als Ar­beits- und Ziel­spra­che. Als Teil ei­nes Netz­werks kann ich Ih­nen auch bei der Su­che nach Un­ter­stüt­zung in an­de­ren Spra­chen hel­fen.

Grüne Jalousien, Treppe, Pflanzen
Bienvenue !

Sie su­chen Kom­mu­ni­ka­tions­pro­fis fürs Dol­met­schen oder für Schrif­tl­iches? Nach vie­len Jah­ren in Frank­reich und dem ein­schlä­gi­gen aka­de­mi­schen Stu­dium sitze ich in der Fran­zö­sisch­ka­bi­ne. Schrift­lich ar­bei­te ich ins Deut­sche, auch aus dem Eng­li­schen.

Allein oder im Team be­glei­te ich De­le­ga­tio­nen, dol­met­sche auf Kon­fe­ren­zen, in Mi­nis­te­rien, Bot­schaf­ten oder am Film­set ... für Po­li­tik, Un­ter­neh­men und Pri­vat­leu­te.

Schwer­punk­te: Ak­tu­el­les, In­dus­trie, Wirt­schaft, Kul­tur, Ag­rar, Krea­ti­ves, Ur­ba­nis­mus und Bau, Ener­gie, Me­dien so­wie Ki­no: Ex­po­sé, Dreh­buch, Pro­duk­tions­dos­sier, Pres­se­heft. Im ers­ten Be­rufs­le­ben Jour­na­lis­tin, bie­te ich auch Text­ar­beit an­, und zwar mit gro­ßem Ver­gnü­gen.

Mit ei­ner ers­ten Kon­takt­mail an caroline@adazylla.de kön­nen Sie ei­nen te­le­fo­ni­schen Be­ra­tungs­ter­min ver­ein­ba­ren, um Ih­ren Be­darf ab­zu­klä­ren. (Ich ant­wor­te in­ner­halb von we­ni­gen Stun­den, ma­xi­mal zwölf.)

Ich bie­te an: Si­mul­tan- (fast zeit­gleich), Kon­se­ku­tiv- (zeit­ver­setzt), Flüs­ter- und Be­gleit­dol­met­schen, Büh­nen­dol­met­schen, Spre­ch­ein­sät­ze (Ton­auf­nah­men), Dia­log­Coa­ching für Film und Büh­ne, Fern­dol­met­schen.

Dol­met­schen lebt von Fach­kom­pe­tenz, Hin­ter­grund­wis­sen und Er­fah­rung. Ger­ne bin ich Ih­re Brü­cke zwi­schen der deutsch- und fran­zö­sisch­spra­chi­gen Welt — fle­xi­bel und punkt­ge­nau! Vor Ort oder mit On­line-Ex­per­ti­se: Mein Ein­satz ga­ran­tiert Ih­nen Ver­ständ­lich­keit oh­ne Miss­ver­ständ­nis­se.

Doch ge­na­u­so gern un­ter­stüt­ze ich klei­ne­re In­iti­a­ti­ven, per­sön­li­che Be­geg­nun­gen oder punk­tu­el­le Ein­sät­ze, denn auch bei die­sen sind Fin­ger­spit­zen­ge­fühl, gu­te Vor­be­rei­tung und ei­ne aus­ge­bil­de­te Stim­me ge­fragt.

Jetzt pla­nen — Er­folg si­chern!
Dol­met­schen ist mehr als Spra­che: Prä­zi­si­on, Kon­text, Wis­sen um Sprech­ab­sich­ten, Hin­ter­grund, Takt­ge­fühl und Er­fah­rung. Si­chern Sie sich mei­ne oder un­se­re pro­fes­sio­nel­le Un­ter­stüt­zung!

Herz­li­che Grü­ße,
Ca­ro­li­ne Eli­as

P.S.: Wir sind nicht nur Sprach­ar­bei­te­rin­nen und Sprach­ar­bei­ter, son­dern be­ob­ach­ten auch die Welt. Hier dür­fen Sie in mei­nem Ar­beits­ta­ge­buch mit­le­sen. Die­se Sei­te ist für das Web­la­y­out op­ti­miert, sonst dro­hen Text­pas­sa­gen hin­ter den Fo­tos zu ver­schwin­den.

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Fo­to: C.E.


Mittwoch, 19. August 2026

Wolfskinder

Hal­lo, lie­be Le­se­rin, lie­ber Le­ser! Wer schreibt hier? Ich bin Kon­fe­ren­dol­met­sche­rin für die fran­zö­si­sche Spra­che mit Deutsch als Mut­ter­spra­che und blog­ge an die­ser Stel­le im 20. Jahr. Ich über­set­ze auch aus dem Eng­li­schen, die Bü­ro­kol­le­gin über­setzt in die eng­li­sche Spra­che. Heu­te mal wie­der: KI-Mitt­woch.

Rück­sprung in tra­gi­sche Ge­schich­ten: Es gibt die so­ge­nann­ten Wolfs­kin­der, die aus den ver­schie­dens­ten Grün­den oh­ne El­tern oder an­de­re Be­zugs­per­so­nen auf­wuch­sen. Sie konn­ten vie­le Grund­la­gen des Le­bens nicht ler­nen, weil nie­mand da war, der sie be­glei­te­te. Sie konn­ten ihre De­fi­zi­te meis­tens nicht auf­ho­len.

Ler­nen ist Müh­sal. Ein Kind muss erst krie­chen, krab­beln, hin­fal­len, sich hoch­zie­hen, wie­der hin­fal­len, auf­ste­hen, wa­ckeln, stol­pern, wie­der fal­len und wie­der auf­ste­hen. Das geht schier end­los so. Ir­gend­wann kann es lau­fen. Nie­mand kä­me auf die Idee, ei­nem ein­jäh­ri­gen Kind ei­nen Ro­bo­ter hin­zu­stel­len, der für es läuft, und dann zu sa­gen: „Siehst du? Jetzt kannst du ge­hen.“ Beim Ler­nen ma­chen vie­le aber ge­nau die­sen Denk­feh­ler.

Mädchen mit süßlichem Lächeln auf dem "Bärenfell" mit Selfie-Handy in der Hand
Die KI als Selbstbespielungsmaschine 
Ler­nen braucht Übung und Pra­xis. Vor al­lem braucht es den Mo­ment, in dem et­was nicht funk­tio­niert: in dem wir nach­fra­gen, uns ver­has­peln, Feh­ler ma­chen und es wei­ter ver­su­chen. Er­kennt­nis ent­steht nicht da­durch, dass die rich­ti­ge Ant­wort je­der­zeit ver­füg­bar ist. Ler­nen braucht auch ein Ge­gen­über aus Fleisch und Blut. Wer das Ler­nen ge­lernt hat, kann spä­ter na­tür­lich selbst­stän­dig mit al­ler­lei Quel­len ar­bei­ten. Das In­ter­net kann ei­ne da­von sein.

Es braucht Zeit und Ge­duld, um z.B. ei­ne Spra­che zu ler­nen.

Die KI mit ih­rer Ge­schwin­dig­keit macht zu­sam­men mit den im­mer kür­ze­ren Film­chen auf den Sei­ten der aso­zia­len Me­di­en die Men­schen im­mer un­ge­dul­di­ger. Das ist für uns Gro­ße schon ge­fähr­lich, aber bei den Klei­nen wird es brand­ge­fähr­lich.

Spre­chen­ler­nen braucht Hin­ga­be, egal ob Erst- oder Zweit­spra­che. Wir müs­sen den Sinn hin­ter den Wör­tern er­fas­sen, viel­leicht so­gar meh­re­re Be­deu­tungs­ebe­nen. Wir ler­nen beim Pro­bie­ren, beim Bas­teln mit Sil­ben, beim Spre­chen. Wir su­chen nach Wör­tern, ver­grei­fen und kor­ri­gie­ren uns. Wir er­le­ben, wie ein Laut, ein Wort schmeckt und im Mund liegt, wel­che Mus­keln da­bei ar­bei­ten und wel­che Nu­an­ce in wel­cher Si­tua­ti­on passt.

Die gan­ze Zeit geht es um viel mehr als Vo­ka­beln und Gram­ma­tik. Das kann die Ma­schi­ne schnell aus­wer­fen und ana­ly­sie­ren, manch­mal be­kommt sie so­gar die Nu­an­ce hin. Aber sie lie­fert das Wahr­schein­lichs­te, nicht das Er­leb­te, Erprobte.

Für die sprach­li­che Ent­wick­lung von Kin­dern zählt, wie viel­fäl­tig, de­tail­reich, sy­no­nym­reich, emo­tio­nal au­then­tisch und dif­fe­ren­ziert die Spra­che ist, die sie von El­tern und an­de­ren Be­zugs­per­so­nen hö­ren. Der frü­he Grund­la­gen­kurs in Co­ding ist da­hin­ge­gen kom­plett wum­pe, wie es auf Ber­li­nisch heißt, schie­te­gal auf Ham­bur­gisch, a Hen­na­furz auf gut Schwä­bisch.

Ein Kind, das für „trau­rig“ acht ver­schie­de­ne Wör­ter und Wen­dun­gen ken­nen­lernt, hat et­was ge­lernt, das sich nicht so ein­fach durch ei­nen wei­te­ren di­gi­ta­len Skill er­set­zen lässt. Es lernt, Un­ter­schie­de wahr­zu­neh­men, Ge­füh­le zu be­nen­nen und Emp­fin­dun­gen zu un­ter­schei­den. Es lernt, sich zu re­gu­lie­ren und, falls nö­tig, Hil­fe zu ho­len. Und es be­kommt ein Werk­zeug, mit dem es spä­ter selbst wei­ter­den­ken kann: Spra­che und Struk­tur, Dif­fe­ren­zie­rungs- und Ent­schei­dungs­kom­pe­tenz.

Das ei­gent­li­che Pro­blem an der gro­ßen KI-Eu­pho­rie der Tech-Bros ist des­halb gar nicht, dass die­se Tech­no­lo­gie nichts „kann“. Im Ge­gen­teil: Sie „kann“ auf Grund­la­ge der Imi­ta­ti­on un­se­rer Kul­tur­pro­duk­te er­staun­lich viel (hier ge­he ich da­von aus­, dass „Kön­nen“ er­wor­be­ne Fä­hig­kei­ten von Le­be­we­sen be­zeich­net).

Das Pro­blem ist die Ver­wechs­lung von Zu­gang zu wis­sens­ba­sier­ten In­hal­ten mit ei­ge­nem Wis­sen; von rech­ne­ri­scher Leis­tungs­fä­hig­keit mit Ver­ste­hen; von ei­ner fer­ti­gen Ant­wort mit ei­nem selbst er­ar­bei­te­ten In­halt, den wir auf Plau­si­bi­li­tät prü­fen kön­nen.

Wie soll die KI uns al­le klü­ger ma­chen? Wir ha­ben die­ses Ex­pe­ri­ment doch längst ge­macht. Das In­ter­net hat uns die Bi­blio­thek der Mensch­heit in die Hand ge­ge­ben. Je­der kann Pla­ton le­sen, Spra­chen ler­nen, sich mit Ge­schich­te, Phy­sik, Mu­sik oder Öko­lo­gie be­schäf­ti­gen. Es gibt Vor­le­sun­gen, Kur­se, Do­ku­men­ta­tio­nen und die wun­der­ba­re Idee ei­ner Uni­ver­si­té de tous les sa­voirs: Wis­sen ist da.

Und was ha­ben wir dar­aus ge­macht?

Wir ha­ben, plötz­lich wis­sens­durs­tig, eben nicht mil­lio­nen­fach den Weg an die Hoch­schu­len an­ge­tre­ten. Statt­des­sen ver­brin­gen wir ei­nen er­staun­li­chen Teil un­se­rer Zeit da­mit, uns in so­zia­len Me­di­en ge­gen­sei­tig beim Ver­blö­den zu­zu­se­hen. Das Pro­blem ist al­so nicht der feh­len­de Zu­gang zu Wis­sen. Das Pro­blem ist, was Men­schen mit die­sem Zu­gang an­fan­gen.

Mit der KI bekamen vie­le Men­schen ein gran­dio­ses Werk­zeug: ei­nen per­so­na­li­sier­ten Tu­tor, ei­ne Lek­to­rin, ei­nen Pro­gram­mie­rer, ei­ne Re­cher­che­as­sis­ten­tin und Zu­gang zu mehr Wis­sen, als ein ein­zel­ner Mensch je­mals über­bli­cken kann. Und dann ma­chen die meis­ten Men­schen da­mit im We­sent­li­chen den­sel­ben Murks wie zu­vor, dafür schnel­ler und mit noch mehr Ein­satz von Ener­gie, Was­ser und Land für die Re­chen­zen­tren, mit­ten in ei­ner mul­ti­plen Kli­ma­kri­se.

Das gilt na­tür­lich nicht für al­le Be­rei­che. In Me­di­zin, Tech­nik und In­for­ma­tik kön­nen Ma­schi­nen durch die Re­kom­bi­na­ti­on be­ste­hen­den Wis­sens neue Er­kennt­nis­se, Funk­ti­ons­wei­sen und Soft­ware­lö­sun­gen er­mög­li­chen. Aber auch dort bleibt die Fra­ge, wer das Er­geb­nis ver­steht, ein­ord­net und prüft.

Ein bes­se­res Werk­zeug macht aus Men­schen nicht au­to­ma­tisch bes­se­re Le­be­we­sen. Es macht uns viel­leicht zu leis­tungs­fä­hi­ge­ren Men­schen mit all unseren Neu­ro­sen, der Be­quem­lich­keit, der Un­wis­sen­heit, dem schlech­ten Ge­schmack und dem Be­dürf­nis vieler, am liebs­ten gar nichts mehr selbst ma­chen zu müs­sen.

Die KI kann er­klä­ren, re­cher­chie­ren, for­mu­lie­ren und ver­bes­sern. Sie kann aber auch ein­fach zwölf Sei­ten Un­sinn pro­du­zie­ren, die ir­gend­wie nach Wis­sen aus­se­hen. Und wenn die­ser Un­sinn dann mil­lio­nen­fach ins Netz ge­kippt wird, ha­ben wir nicht nur ein Bil­dungs­pro­blem. Wir ver­grö­ßern mit dem gro­ßen Wider­käu­er den welt­wei­ten Da­ten­müll, wäh­rend die Ma­schi­ne, der wir das ver­dan­ken, kost­ba­re Res­sour­cen im­mer knap­per wer­den lässt.

Das ist die gro­ße Pa­ra­do­xie: Wir ha­ben mehr Zu­gang zu Wis­sen als je zu­vor und im­mer bes­se­re Werk­zeu­ge, um et­was da­mit an­zu­fan­gen. Aber Ler­nen lässt sich nicht out­sour­cen.

Ein Kind muss lau­fen ler­nen. Es muss fal­len und wie­der auf­ste­hen. Im KI-Zeit­al­ter dür­fen wir nicht ver­ler­nen, selbst zu den­ken, selbst zu üben, selbst zu ir­ren, selbst zu schei­tern und dar­aus zu ler­nen.

Aus Kin­der­gär­ten und Schu­len ist zu hö­ren, dass im­mer mehr Kin­der nicht mehr rück­wärts ge­hen oder ei­ne Sche­re be­nut­zen kön­nen, da­für auf je­dem Han­dy so­fort Un­ter­hal­tungs­pro­gram­me fin­den, auch wenn sie noch gar nicht le­sen kön­nen. Das ist die Alarm­stu­fe ROT. Wir ris­kie­ren, di­gi­ta­le Wolfs­kin­der her­an­zu­zie­hen — und selbst zu er­wach­se­nen di­gi­ta­len Wolfs­kin­dern zu wer­den.

Wer weiß, was Bild­schirm­me­dien mit Auf­merk­sam­keit und Ent­wick­lung ma­chen kön­nen, schützt die ei­ge­ne Brut davor. Die Tech-Bros wis­sen das sehr ge­nau. Des­halb schi­cken die Tek­kies im Si­li­con Val­ley ih­re Kin­der ger­ne in den Wal­dorf­kin­der­gar­ten und spä­ter auf Schu­len die­ser Geis­tes­hal­tung. Im Kin­der­gar­ten spie­len sie mit Rin­de, Äst­chen und Moos, Mo­bil­te­le­fo­ne und Com­pu­ter sind ver­pönt und wer­den in der Schu­le nur in ho­mö­o­pa­thi­schen Do­sen ein­ge­setzt. Ähn­lich re­strik­tiv, wie wir ech­ten Kon­ser­va­ti­ven es ja auch hal­ten wol­len.

Und ja: Die KI kann auch gu­te Lern­pro­gram­me schrei­ben. Wer me­tho­disch ar­bei­ten kann, kri­tisch bleibt, Quel­len liest und In­hal­te ab­gleicht, kann sie als Werk­zeug nut­zen.

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Fo­to:
pixlr.com (Zu­falls­fund)

Dienstag, 18. August 2026

Wüstendesign

Bon­jour und gu­ten Tag! Sie sind auf mei­nen di­gi­ta­len Ta­ge­buch­seiten ge­lan­det. Ich bin Fran­zö­sisch­dol­met­sche­rin und Über­set­ze­rin mit mehr als 20 Jah­ren Be­rufs­er­fah­rung, als Teil ei­nes Netz­werks eu­ro­pa­weit tä­tig zu Wirt­schafts- und Kul­tur­the­men, Kli­ma und Land­wirt­schaft, um nur vier Bei­spie­le zu nen­nen. Vor der Kon­fe­renz­sai­son hel­fe ich der­zeit Pri­vat­kund­schaft. Heu­te ist der ers­te Strick­jacken­tag die­ses Ul­tra­som­mers. Zeit für ei­nen Rück­blick, der lei­der sehr ak­tu­ell ist. 

Neu­lich war ich als Dol­met­scherin bei ei­ner Haus­be­sich­ti­gung auf dem plat­ten Land. „Das plat­te Land“ fühlt sich in Ber­lin erst ein­mal wie ei­ne Redens­art an. Ber­lin ist ja topf­eben. Die Hü­gel, die wir ha­ben, sind groß­teils Kriegs­schutt­ber­ge, „Mont Kla­mott“ ge­nannt.

Es ging um den Nach­zug einer Fa­mi­lie in ei­ne Lan­des­haupt­stadt eines öst­li­chen Bun­des­lan­des. Die Ehe­frau war ei­nem Ruf an eine ört­li­che Hoch­schu­le ge­folgt, die Fa­mi­lie hat­te die Nase voll vom Pen­deln. Der Re­gio­nal­zug brachte uns, den fran­zö­sisch­spra­chi­gen Familien­vater und mich, in die Stadt, wo eine jun­ge Da­me uns am Bahn­hof er­war­tete. In ei­ner schi­cken Limou­si­ne ging es an den Ziel­ort: eine rela­tiv junge Sied­lung in einer Ge­gend, die jahr­zehn­te­lang kei­nen Zu­bau ge­kannt hatte.

In den Nach­bar­gär­ten sah die Wie­se aus, als wä­re sie mit dem Li­neal mani­kürt, über­all wa­ren die Rasen­spreng­er im Ein­satz. Die an­gren­zen­den Äcker: Wüs­ten­sand­gelb stand das zu kurze Ge­trei­de, da­ne­ben ver­dorr­te Son­nen­blu­men, die wie Vo­gel­scheu­chen aus­sa­hen. Und an vie­len Grund­stü­cken mit den teu­ren Immo­bi­li­en — ein­deu­tig der Mil­lio­närs­hü­gel der Ge­mein­de — stan­den die­se grü­nen, eng­ma­schi­gen Metall­zäu­ne, die frü­her vor allem in Indus­trie­ge­bie­ten als bil­ligs­te Ein­he­gung zu se­hen wa­ren und in de­nen sich Tie­re, zum Bei­spiel Igel, zu Tode quä­len kön­nen, wenn sie sich dar­in ver­fan­gen. Da sind dann die Plas­tik­bän­der, die als Sicht­schutz ein­ge­floch­ten wer­den, viel­leicht sogar gut. Aber nur viel­leicht.

Gabionen, Steine, Steine ... und ein zartes Baumstämmchen
Gesehen anderswo
Die Alter­na­tive da­zu wa­ren Stein­gär­ten. Auf dem Fuß­weg zum Res­tau­rant, eini­ge Stun­den spä­ter, konn­ten wir den Hitze­stau durch die­se An­häu­fun­gen schon Meter im Vor­aus spü­ren. Wüs­ten­de­sign, nur dass es in Eu­ro­pa nachts eben nicht so kalt wird wie in der Sa­ha­ra. 
Am schlimms­ten fand ich ei­nen Me­tall­zaun mit ei­nem Tarn­netz aus ver­wit­tern­dem Plas­tik­e­feu oben­drauf. 

Das Gan­ze sah mehr nach Mili­tär­ba­sis aus als nach dem hilf­lo­sen Ver­such, Na­tur zu imi­tie­ren.

Ich hat­te an die­sem Tag eini­ges zu dol­met­schen. Die Ver­käu­fe­rin pries die Vor­zü­ge des Hau­ses und der Sied­lung an, sie wies auf das groß­zü­gi­ge Umfeld hin, und ich über­trug das alles brav und voll­stän­dig ins Fran­zö­sische. Ge­nau dafür bin ich schließ­lich da. Ich rei­ße mich zu­sam­men: kei­ne Iro­nie, kei­ne hoch­ge­zo­ge­ne Au­gen­braue, kei­ne klei­ne sprach­li­che Kurs­kor­rek­tur in Rich­tung Wirk­lich­keit. Eine Dol­met­scherin ist nicht dafür da, ei­ge­ne Kom­men­tare zu lie­fern.

Bei dem Ein­satz fiel es mir aller­dings nicht ganz leicht, die An­prei­sun­gen eins zu eins zu über­tra­gen, wäh­rend ich auf die­se Land­schaft schaute. Das Dol­met­schen war al­so noch an­stren­ge­nder, als sonst schon.

Die Ver­käu­fe­rin zeig­te uns dann noch ei­ni­ge Lie­gen­schaf­ten. Es wur­de nicht besser. Auf dem Weg zum Res­tau­rant gin­gen die Ver­käu­fe­rin und die Familien­mut­ter ein Stück vor uns durch eine ähn­liche, klei­ne­re, nicht ganz so vor­neh­me Sied­lung. Mon­sieur und ich folg­ten mit et­was Ab­stand. So war­en wir für einen Mo­ment unter uns. Nun durf­te ich er­fah­ren, was er von der Ge­gend hielt. Sehr viel diplo­ma­ti­scher als ich hät­te sein kön­nen, war er da­bei aller­dings nicht.

Schließ­lich wur­de es ein Dorf in der Nach­bar­schaft, ge­fun­den über Klein­an­zei­gen. Dort zieht die Fa­mi­lie bald in ei­nen res­tau­rier­ten Rest­hof, umge­ben von ech­ter Na­tur. 

#Deutschland #Hitze #Steingarten #Wassermangel #August2026 

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Fo­to: C.E. (Archiv)

Montag, 17. August 2026

Montagsschreibtisch (153)

Hal­lo! Sie le­sen (ab­sicht­lich oder zu­fäl­lig) auf Blog­sei­ten ei­ner Dol­met­sche­rin und Über­set­ze­rin für die fran­zö­si­sche Spra­che. Hier be­rich­te ich unter Wah­rung be­ruf­li­cher Ge­heim­nis­se aus unserem Be­rufs­all­tag. Hier ge­wäh­re ich wie­der ei­nen Blick auf den Schreib­tisch.

Computer, Lampe, Schreibtisch
Heu­te: drei­spra­chig
Die­se Wo­che steht an:

Ehe­schlie­ßung dol­met­schen
Ge­bäu­de­iso­lie­rung in all ih­ren Schat­tie­run­gen
 Kollege/n fin­den, der Lu­gan­da spricht (für eine Film­pro­duk­tion)
 Ab­rechnung letzte Dienst­rei­se
 Ter­min­pla­nung
 Viel­leicht Ihr Vor­ha­ben?


Huch, ers­ter Strick­jac­ken­tag seit drei Mo­na­ten! Die dic­ken Woll­soc­ken sind ganz hin­ten in der Schub­la­de. 

Es sind un­glaub­lich ge­rin­ge 20 °C. in Ber­lin, da­zu weht ein küh­les Lüft­chen durchs Fens­ter. Dann wirft je­mand die Bo­den­schleif­ma­schine an. Ab mit mir ins nächs­te Aus­weich­quar­tier. Ber­li­ner All­tag halt.

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Fo­to: C.E.

Freitag, 14. August 2026

Moment mal! (4)

Will­kom­men auf mei­nen Blog­sei­ten! Ich hei­ße Ca­ro­li­ne Eli­as und ar­bei­te seit 20 Jah­ren als frei­be­ruf­li­che Kon­fe­renz­dol­met­sche­rin für Fran­zö­sisch, Deutsch und Eng­lisch in Ber­lin. Ge­mein­sam mit Netz­werk­kol­leg:in­nen be­glei­te ich Kon­fe­ren­zen, De­le­ga­ti­ons­rei­sen, Fach­ge­sprä­che und in­ter­na­tio­na­le Be­geg­nun­gen. Heu­te wie­der: ein kurzer Ein­blick in den All­tag.

Der schnelle Einblick
in meinen Berufsalltag
Es gibt Sät­ze, die blei­ben mir nicht we­gen ih­res In­halts in Er­in­ne­rung, son­dern weil es ei­ne spon­ta­ne For­mu­lie­rung war, die al­le über­rascht hat. Viel­leicht im Ne­ben­satz, viel­leicht war es ei­ne Hy­po­the­se. Das Pu­bli­kum lacht, wir „Sprachis“ freu­en uns. Und manch­mal ist mir ein Wort­spiel lie­ber als ein im Af­fen­tem­po ab­ge­le­se­nes Zi­tat von ... na­ja, sa­gen wir mal Hei­deg­ger.

Die spon­ta­nen Ab­wei­chun­gen ma­chen un­se­re Ein­sät­ze be­son­ders. Bei der Vor­be­rei­tung ar­bei­ten wir mit Fach­be­grif­fen, Do­ku­men­ten und Hin­ter­grund­ma­te­ri­al. Aber wäh­rend ei­ner Ver­an­stal­tung geht es nicht nur um In­for­ma­tio­nen. Es geht um Men­schen, Kul­tu­ren und Hin­ter­grün­de.

Manch­mal ist es ei­ne Im­pro­vi­sa­ti­on, mal sind es zu vie­le Sprich­wör­ter.

Zack, dann pumpt der Kör­per ein­mal Ad­re­na­lin im Kreis her­um und wir wer­den plötz­lich schlau­er, als wir ei­gent­lich sind. In so ei­nem Mo­ment ha­be ich die fran­zö­si­sche Ver­si­on von „Wer schreibt, der bleibt!“ er­fun­den, näm­lich Ce­lui qui écrit, res­te dans les es­prits. Da gab's gleich ei­ne Do­sis Ad­re­na­lin als Nach­schlag.

Wir freu­en uns im­mer über Red­ner:in­nen, die für ih­re The­men bren­nen, über Dis­kus­sio­nen, die ei­ne un­er­war­te­te Rich­tung neh­men, und über Mo­men­te, in de­nen wir auf der Kla­via­tur der Spra­che spie­len, als wä­ren wir die größ­ten Ge­nies un­ter al­len Pia­nist:in­nen.

Viel­leicht ist das ei­ner der Grün­de, wa­rum ich die­sen Be­ruf lie­be und ver­tei­di­ge: Er schenkt mir das Glück, Spra­che und Kom­mu­ni­ka­ti­on im­mer wie­der ganz neu er­le­ben zu dür­fen.

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Grafik:
 
KI (OpenAI)

Mittwoch, 12. August 2026

Minimalvoraussetzungen

Bon­jour & hel­lo! Hier er­hal­ten Sie Ein­blick in mei­nen All­tag aus der Spra­chen­welt. Ich über­set­ze ins Deut­sche und dol­met­sche Fran­zö­sisch ⇄ Deutsch und aus dem Eng­li­schen. Am heu­tigen KI-Mitt­woch: Der Eig­nungs­test.

Ein Satz lässt mich die­se Wo­che nicht los: „KI-Dol­met­schen“ wür­de schon an der Auf­nah­me­prü­fung zur Dol­met­schau­bil­dung kra­chend schei­tern. Er fiel mir neu­lich in einem Ge­spräch spon­tan ein. Jetzt zi­tie­ren ihn an­de­re.

Die KI hat bei einem Dachzimmer die Schräge und die Eindeckung bis ins Zimmer hinein verlängert
Der KI fehlt die Le­bens­er­fah­rung
War­um? Weil Tech-Gran­den gern das blo­ße Aus­spu­cken von Wort­ket­ten mit der hoch­kom­ple­xen, kogni­ti­ven Denk­sport­auf­ga­be in der Ka­bi­ne ver­wech­seln. Ein ehr­li­cher Eig­nungs­test kennt aber kei­ne sta­tis­ti­schen Rabat­te. 
Die KI kann nicht dol­met­schen, da sie von der Viel­sei­tig­keit der Sprach­ver­wen­dung ob­jek­tiv nichts weiß, nichts wis­sen kann, denn ihr feh­len die Er­fahr­un­gen von Kör­per­lich­keit und All­tag. Des­halb ver­hed­dert sie sich oft nicht nur in der Syn­tax (Link).
Die KI hat auch kein Vor­wis­sen. Nicht ein­mal das The­ma Sprech­ge­schwin­dig­kei­ten ist ihr be­kannt. Also bringt sie manch­mal zum Auf­ho­len z.B. etwas in 300-pro­zen­ti­ger Ges­chwin­dig­keit oder wech­selt un­ver­mit­telt die Spra­che.

Hier das Er­geb­nis des Test­laufs (Link), den wir einem Kol­le­gen ver­dan­ken. Hö­ren Sie selbst (ab Sekun­de 30 wird's ab­surd).

Auch an den aka­de­mi­schen Kri­te­rien schei­tern die Ma­schi­nen, z. B. an:

1. Kul­tur- und Sinn­er­fas­sung
In der Prü­fung wird ge­tes­tet, ob der/die Kan­di­dat:in spon­tan lo­gi­sche Be­zü­ge her­stel­len kann. Mensch­li­che Spra­che ist vol­ler Me­ta­phern, Idi­o­me oder Re­de­wen­dun­gen. Pro­fis hö­ren den Sinn, ver­ste­hen das Bild und über­tra­gen es ad­äquat. Die KI hin­ge­gen nimmt al­les wört­lich. Ihr fehlt je­der ech­te Kon­text. Sie rät rein ma­the­ma­tisch, rech­net mit Wahr­schein­lich­kei­ten und pro­du­ziert dann jene aben­teu­er­li­chen Hal­lu­zi­na­tio­nen, die aus ei­nem Miet­shaus, maison de rapport, ein Bor­dell ma­chen. Ein sol­cher Feh­ler be­deu­tet in je­der Prü­fung das so­for­ti­ge Aus.

2. Resi­li­enz- und Em­pa­thie
Wir Lebe­we­sen ler­nen, weil wir Ge­füh­le haben, aus Feh­lern und durch mensch­li­che Rück­mel­dun­gen. Eine Prü­fung ver­langt emo­tio­na­le In­tel­li­genz. Beim Dolmetschen müssen wir uns blitz­schnell auf den/die Red­ner:in ein­stel­len und mit dem ei­ge­nen Lam­pen­fie­ber um­ge­hen. Wir kennen die Verantwortung, die wir tragen. Die Ma­schi­ne spuckt nur Da­ten aus. Ihr fehlt die Ge­wis­sen­haft­ig­keit, der Über­blick und das Be­wusst­sein für das, was Kom­mu­ni­ka­ti­on im Kern aus­macht.

3. Be­rufs­ethik und Verantwortung
Zum Be­ruf ge­hört Ver­trau­lich­keit. Eine KI kann we­der Dis­kre­ti­on wah­ren, noch über­nimmt sie Ver­ant­wor­tung für ih­ren Murks. Wenn der Sound bricht oder Be­grif­fe un­klar sind, kann sie nicht ei­gen­stän­dig nach­schär­fen.

Was nüt­zen cloud-ba­sier­te Über­tra­gun­gen, die schnell und bil­lig sind, wenn die Feh­ler­quo­te das Er­geb­nis zur Un­kennt­lich­keit ent­stellt? Wer ver­ba­le oder ge­schrie­be­ne Maß­schnei­de­rei sucht, bucht Men­schen!

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Bild: pixlr.com (Zu­falls­fund); Prompt: Mäd­chen,
das aus ei­nem Fens­ter klet­tert (80er Jah­re)

Montag, 10. August 2026

Montagsschreibtisch (152)

Bonjour ! Ein­blick in die Welt des Kon­fe­renz­dol­met­sche­ns kön­nen Sie auf die­sen Sei­ten neh­men. Ich ar­bei­te mit Mut­ter­spra­che Deutsch, über­wie­gend ins Fran­zö­sische und zu­rück (und aus dem Eng­li­schen). Ich über­set­ze auch, wie die Büro­kol­le­gin, de­ren Ziel­spra­che Eng­lische ist. Im Som­mer ist es ru­hi­ger.

Wir sind im Bü­ro und doch nicht im Bü­ro, „Schrö­din­gers Lin­gu­is­tin­nen“ ... Vor al­lem ist das Bü­ro oh­ne­hin kein „La­den“ mit Öff­nungs­zei­ten, son­dern ein häus­li­ches Ar­beits­zim­mer.
Schwarz-Weiß-Bild eines Mannes am Schreibtisch mit Listen, Tinte, Löschwiege und einem schwarzen Bakelittelefon im Hintergrund
Der fa­mose Herr Franz
Es ist Hoch­som­mer, seit Juni schon. Der See lockt, die küh­len Wäl­der und Mu­seen locken auch, ei­ne von uns hat An­gi­na, an­de­re vom Netz­werk sind ver­reist. So kön­nen man­che Text­auf­trä­ge an­gen­om­men wer­den, so­fern es nicht ei­lig ist.

In der Pla­nung hält Herr Franz die Stel­lung. Im Herbst gibt es noch viele freie Ter­mi­ne.

Herr Franz sitzt hier zwar vor dem „Fern­spre­cher“, dem schwe­ren Ding, das an der Wand hängt. Trotz­dem läuft bei uns die Auf­trags­bu­chung zu 99 Pro­zent per Mail. Wir sind er­reich­bar und mel­den uns bin­nen 24 Stun­den, meis­tens schnel­ler.

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Fo­to:
Ar­chiv Elias Los­sow

Freitag, 7. August 2026

Moment mal! (3)

Bon­jour, hel­lo gu­ten Tag! Im 20 Jahr be­schrei­be ich, Ca­ro­li­ne Eli­as, hier mein Le­ben als frei­be­ruf­li­che Kon­fe­renz­dol­met­sche­rin für Fran­zö­sisch, Deutsch (und aus der eng­li­schen Spra­che) in Ber­lin. Ge­mein­sam mit an­de­ren aus dem Dol­metsch­team be­glei­te ich De­le­ga­ti­ons­rei­sen, Fach­ge­sprä­che und in­ter­na­tio­na­le Be­geg­nun­gen, sitze dabei sehr oft irgendwo in Kon­fe­renzdolmetschkabinen. 

Der schnelle Einblick
in meinen Berufsalltag

Was se­hen Zu­hö­ren­de ei­ner Kon­fe­renz? Ihr Em­pfangs­ge­rät, ih­ren Kopfhörer, vor­ne auf dem Podium ein Mi­kro­fon oder eine gan­ze Reihe da­von. Zwei Dol­met­sche­rin­nen in ei­ner Ka­bi­ne, ein­er der bei­den kann auch ein Mann sein, zwei Män­ner sind sehr sel­ten. Dol­met­schen ist ein Frau­en­be­ruf.

Was das ge­neig­te Pub­li­kum meist ig­no­riert: die Stun­den und Tage da­vor. Je­der Ter­min be­ginnt lan­ge vor den Be­grü­ßungs­wor­ten. Wir dürfen Fach­tex­te le­sen, Be­grif­fe re­cher­chie­ren, Hin­ter­grün­de ver­ste­hen, Zu­sam­men­hän­ge er­ken­nen, Wort­lis­ten schrei­ben, Zi­ta­te über­set­zen, Pod­casts zum The­ma hö­ren, uns über Wort­sor­gen­kin­der aus­tau­schen. 

Das al­les ge­hört zur Ar­beit.

Gu­tes Dol­met­schen be­ginnt mit Zu­hö­ren, Fra­gen stel­len, Text­ar­beit und Ler­nen. Das Wort life­long lear­ning könn­te von einer Dol­met­sche­rin er­fun­den wor­den sein.

Ge­nau das ist für mich ei­ner der schö­nen Aspek­te die­ses Be­rufs: Wir sind ewi­ge Stu­dent:in­nen, dür­fen neu­gie­rig sein auf die Welt da drau­ßen, im­mer wie­der neue The­men ent­de­cken und dann, für die Dauer einer Abend­ver­an­stal­tung, ein­es Kon­gres­ses oder ei­ner De­le­ga­tions­rei­se, in an­de­re Fach­wel­ten ein­tau­chen.

Vor­ne räus­pert sich je­mand, glei­ch geht es los, das Pub­li­kum wird un­se­re Stim­men hö­ren und von der in­ten­si­ven Vor­be­rei­tungs­zeit viel­leicht so­gar et­was ah­nen.

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Grafik:
KI (OpenAI)