Samstag, 10. September 2011

Gegen blabla

Wer wissen möchte, ob die eigenen Texte auf den Punkt geschrieben sind oder ob sie Füllworte enthalten, wie sie in der Werbung, schlechten Wirtschafts- oder Politiktexten vorkommen, der kann dies mit dem BlaBlaMeter tun. Der von Web-Entwickler Bernd Wurm aus Frankfurt/Main entwickelte Algorithmus hinter der Webseite prüft, in welchem Maße der Autor oder die Autorin der geprüften Zeilen zu den verbalen Schaumschlägern zählt oder nicht.

Wer das Bild anklickt, kommt zu den FAQs der Webseite

Die Anzahl der Füllwörter und Worthülsen wird mit der Länge des eingegebenen Textes verglichen, am Ende steht ein Bullshit-Index zwischen Null und Eins. (Es soll aber auch schon Ausreißer bis hin zum Faktor Zwei gegeben haben.) Außerdem auf der Don't-Liste: Der Nominalstil, auch bekannt als Kanzlei- oder Behördendeutsch. Danach wird das Geschriebene auf das Vorhandensein von einem oder mehreren von 60 Ausdrücken geprüft, die gerne zum Eindruckschinden verwendet werden, so zum Beispiel das Wort "effizient". Last but not least sind lange Worte und Schachtelsätze für Bernd Wurm ein Indikator für heiße Luft.

Meine Blogeinträge der letzten zwei Wochen liegen zwischen 0,1 (Balkonien) und 0,37 (der Ankündigungstext über den Produkttest eines "Taschendolmetschers"), die meisten Texte liegen im Feld zwischen 0,15 und 0,18, "nur geringe Hinweise auf 'Bullshit'-Deutsch". Ouf !

Der Test wird auch für die englische und spanische Sprache angeboten.

Das Testergebnis für den vorliegenden Text

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Illustrationen: BlaBlaMeter

Kommentare:

André hat gesagt…

Ich lande auch so bei 0.2 rum. Beruhigend.

caro_berlin hat gesagt…

Wo immer die Texte auch stehen mögen, André, die Gamesseite ist es wohl nicht, oder?

André hat gesagt…

Nö, hab einfach mal die Texte genommen, die ich grade bearbeite.