Während in Deutschland die Infrastruktur zerbröselt, Brücken und öffentliche Verkehrsmittel gesperrt werden, nicht erst seit der Hitze, kommen ausländische Verlage auf Menschen zu und ernennen diese zu Brückenbauern.
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| Bücherwerbung! |
Obacht, hier droht eine Bauernfängerfalle!
Es ist leider eine bekannte Entwicklung unserer Zeit, dass echte
Qualität im Alltag immer seltener wird. Ich schlage eine Zeitung
auf und stolpere über unzählige Tippfehler. Das TV-Programm
strotzt vor holprigen Schnitten, auch auf Pay-Sendern schmerzhafte
Untertitel. Also weg mit dem Abo der nordamerikanischen
Filmkrake.
Lesen ist toll. Ich liebe Bücher.
Da fühlt es sich erstmal gut an, wenn plötzlich jemand per E-Mail nach der eigenen qualifizierten Meinung fragt. Es geht um ein vermeintlich hochkarätiges Buchprojekt zur deutsch-französischen Zusammenarbeit.
Und, tadaaaa: ich soll hier einen exklusiven Platz für einen Text samt Kurzbiografie und Foto erhalten. Oha.
Als Krönung versprechen die Absender ein offizielles Zertifikat als „Bridge Builder between nations“. So ein Quatsch! Wollt Ihr mich beleidigen? Von Kosten ist übrigens nicht die Rede. Nun, ich hab schon Pferde kotzen gesehen, und war an Tresen von Apotheken.
Kurz geprüft, fix als Warnung weitergeleitet, rasch gelöscht: Das Ganze ist Phishing. Es gibt sogar einen Begriff dafür, die Vanity-Publishing-Falle. Hinter kryptischen Webadressen wie bilateralnavinsights.pro stecken keine renommierten Kulturverlage, sondern bestens organisierte Spam-Netzwerke.
Die Masche setzt bewusst auf Schmeichelei, um ein gekränktes Bedürfnis nach Wertschätzung auszunutzen. Sobald der angeforderte Text eingereicht ist, schnappt die Kostenfalle zu. Dann werden, in Foren gefundenen Beispielen zufolge, hohe Gebühren für Korrektorat, Druck und Versand fällig. Noch besser: Die Täter bekommen außerdem auch noch wertvolle persönliche Daten für späteren Identitätsdiebstahl.
Ein gedrucktes Buch, sollte es denn überhaupt produziert werden, dient hier lediglich als seriöse Fassade für eine miese Abzocke. Solche Bücher braucht kein Mensch. Wir brauchen Konsultationen an anderer Stelle!
Solche Mails bitte melden an:
phishing(at)verbraucherzentrale.nrw
trojaner(at)polizeilabor.de
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Grafik: pixlr. (Zufallsfund)

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