Bonjour auf den Blogseiten einer Konferenzdolmetscherin für Französisch, Deutsch und Englisch in Berlin. Gemeinsam mit Netzwerkkolleg:innen begleite ich Konferenzen, Delegationsreisen, Fachgespräche und internationale Begegnungen. Oft trägt der Blick von außen zur Selbsterkenntnis bei.
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| Der schnelle Einblick in meinen Berufsalltag |
Ich bin mit Dolmetschen dran. Die Kollegin ist eine Nachwuchskraft und beobachtet mich genau.
Die Rednerin sagt etwas sehr Wichtiges. Das Publikum nickt, manche klatschen spontan Beifall. Mit etwas Zeitverzub übertrage ich die Worte der Rednerin. Und dann nicke auch ich.
Das wird mir nachher die junge Kollegin zurückmelden. Es ist fast eine Art Berufskrankheit. Zumindest für mich, die ich früher sehr viel bei Dreharbeiten unterwegs war.
Und so kam es auch, dass ich exakt diese Feststellung schon früher gehört habe, auf der Berlinale, wo ich auf einem Panel dabeisaß und konsekutiv gedolmetscht habe.
Damals war die Beobachtende niemand Geringeres als die beim Gastfilm für Continuity Zuständige: Sie hat dafür gesorgt, dass der fertige Film ohne „Brüche“ zu genießen ist in Sachen Spannung, Gesten, Blicke und Kleidung, dass alles „auf Anschluss“ ist beim Filmdreh, der in der Regel nicht chronologisch stattfindet.
Und ja, ich weiß, dass ich auch mit Gesten lerne und mit der räumlichen Verknüpfung von Inhalten, wenn ich zum Beispiel einen Podcast höre und dabei Neues lerne.
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Grafik: KI (OpenAI)

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