Freitag, 25. September 2026

Moment mal! (10)

Bon­jour auf den Blog­sei­ten ei­ner Kon­fe­renz­dol­met­scher­in für Fran­zö­sisch, Deutsch und Eng­lisch in Ber­lin. Ge­mein­sam mit Netz­werk­kol­leg:in­nen be­glei­te ich Kon­fe­ren­zen, De­le­ga­ti­ons­rei­sen, Fach­ge­sprä­che und in­ter­na­tio­na­le Be­geg­nun­gen. Heu­te wie­der­ho­le ich ei­nen Bei­trag von 2018, weil er im Grun­de der per­fek­te Bei­trag für die­se Fol­ge ge­we­sen ist.

Der schnel­le Ein­blick
in mei­nen Be­rufs­all­tag

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„Was meinst du mit Gei­seln, Lieb­ling?“ Die Stim­me der Oma klingt leicht ver­zwei­felt, als sie die Fra­ge zum drit­ten Mal wie­der­holt. Wir sind in ei­ner Eis­die­le: Am Fens­ter sitzt ein gut Drei­jäh­ri­ger auf ei­nem Bar­ho­cker und blät­tert in der Zei­tung, die dort auf Steh­ti­schen aus­liegt. Kann der Klei­ne et­wa schon le­sen?

Dar­auf der klei­ne Mann lau­ter: „Scho­ko mit Gei­seln!“

Die hier be­rich­ten­de Dol­met­scher­in, eben aus der Ka­bi­ne ge­pur­zelt, hat die Sze­ne nur aus den Au­gen­win­keln mit­be­kom­men. „Er meint Streu­sel“, sagt sie in Rich­tung der Groß­mut­ter.

Die­se tritt nun auch an die The­ke he­ran: „Wo­her wis­sen Sie das? Wer sind Sie?" Die Ant­wort kommt so spon­tan, wie so man­che Wort­fin­dung in der Ka­bi­ne, schnell, kon­text­be­zo­gen: „Ich bin Dol­met­scher­in, gnä­di­ge Frau!“

(... und ich muss grin­sen, weil ich „Klein­kind­deutsch“ bis­lang noch nicht in der Lis­te mei­ner Fremd­spra­chen hat­te.)

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Gra­fik: KI (OpenAI)

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