Mittwoch, 7. Januar 2026

Bonjour

... und herz­lich will­kom­men! Als erfahrene Kon­fe­renz­dol­met­sche­rin („se­nior in­ter­pr­eter“) und Über­set­ze­rin bin ich seit bald 20 Jah­ren in Deutsch­land, Frank­reich und in an­de­ren Län­dern Eu­ro­pas tä­tig — meist mit Fran­zö­sisch und Deutsch als Ar­beits- und Ziel­spra­che. Als Teil ei­nes Netz­werks kann ich Ih­nen auch bei der Su­che nach Un­ter­stüt­zung in an­de­ren Spra­chen hel­fen.

Treppe, Jalousien, Fenster, Garten im Winter
Herz­lich Will­kom­men!
Sie su­chen Kom­mu­ni­ka­tions­pro­fis fürs Dol­met­schen oder für schrif­tl­iche Ar­bei­ten? Nach vielen Jah­ren in Frank­reich und den ein­schlä­gi­gen aka­de­mi­schen Stu­dien sitze ich in der Fran­zö­sisch­ka­bi­ne. Schrift­lich ar­bei­te ich ins Deut­sche, auch aus dem Eng­li­schen.

Allein oder im Team be­glei­te ich De­le­ga­tio­nen und ar­bei­te auf Kon­fe­ren­zen, in Mi­nis­te­rien, Bot­schaf­ten oder am Film­set ... für Po­li­tik, Un­ter­neh­men und Pri­vat­leu­te.

Schwer­punk­te: Ak­tu­el­les, In­dus­trie, Wirt­schaft und Kul­tur, Land­wirt­schaft, krea­ti­ve Pro­jek­te, Ur­ba­nis­mus und Bau, Ener­gie und Me­dien so­wie Ki­no, vom Ex­po­sé über Dreh­buch und Pro­duk­tions­dos­sier bis zum Pres­se­heft. Als aus­ge­bil­de­te Jour­na­lis­tin kann ich auch Text­ar­beit an­bie­ten — mit dem größ­ten Ver­gnü­gen.

Mit ei­ner ers­ten Kon­takt­mail an caroline@adazylla.de kön­nen Sie ei­nen te­le­fo­ni­schen Be­ra­tungs­ter­min ver­ein­ba­ren, um Ih­ren Be­darf ab­zu­klä­ren. (Ich ant­wor­te spä­tes­tens nach zwölf Stun­den.)

Ich bie­te an: Si­mul­tan- (fast zeit­gleich), Kon­se­ku­tiv- (zeit­ver­setzt), Flüs­ter- und Be­gleit­dol­met­schen, Büh­nen­dol­met­schen, Spre­ch­ein­sät­ze (Ton­auf­nah­men), Dia­log­Coa­ching für Film und Büh­ne, Fern­dol­met­schen.

Dol­met­schen lebt von Fach­kom­pe­tenz, Hin­ter­grund­wis­sen und Er­fah­rung. Ger­ne bin ich Ih­re Brü­cke zwi­schen der deutsch- und fran­zö­sisch­spra­chi­gen Welt — fle­xi­bel und punkt­ge­nau! Vor Ort oder mit On­line-Ex­per­ti­se: Mein Ein­satz ga­ran­tiert Ih­nen Ver­ständ­lich­keit oh­ne Miss­ver­ständ­nis­se.

Doch ge­na­u­so gern un­ter­stüt­ze ich klei­ne­re In­iti­a­ti­ven, per­sön­li­che Be­geg­nun­gen oder punk­tu­el­le Ein­sät­ze, denn auch bei die­sen sind Fin­ger­spit­zen­ge­fühl, gu­te Vor­be­rei­tung und ei­ne aus­ge­bil­de­te Stim­me ge­fragt.

Jetzt pla­nen — Er­folg si­chern!
Dol­met­schen ist mehr als Spra­che: Prä­zi­si­on, Kon­text, Wis­sen um Sprech­ab­sich­ten, Hin­ter­grund, Takt­ge­fühl und Er­fah­rung. Si­chern Sie sich mei­ne oder un­se­re pro­fes­sio­nel­le Un­ter­stüt­zung!

Herz­li­che Grü­ße,
Ca­ro­li­ne Eli­as

P.S.: Wir sind nicht nur Sprach­ar­bei­te­rin­nen und Sprach­ar­bei­ter, son­dern be­ob­ach­ten auch die Welt. Hier dür­fen Sie in mei­nem Ar­beits­ta­ge­buch mit­le­sen. Die­se Sei­te ist für das Web­la­y­out op­ti­miert, sonst dro­hen Text­pas­sa­gen hin­ter den Fo­tos zu ver­schwin­den.

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Fo­to: C.E.

Dienstag, 6. Januar 2026

Leben in vollen Zügen (2)

Herz­lich will­kom­men! Hier bloggt eine Dol­met­sche­rin. Was wir Sprach­ar­bei­ter:innen ma­chen, wie wir ar­bei­ten und le­ben, ist hier seit 2007 re­gel­mä­ßig The­ma. Wer Kon­fe­renz­ein­sät­ze sagt, muss auch Rei­sen sagen, denn mit un­se­ren Fach­rich­tun­gen, Öko­no­mie und Kul­tur­wirt­schaft Tippfehler (Kul­tur­wirt­schaft), Ko­ope­ra­ti­on mit Dritt­län­dern, Afri­ka, Nach­hal­tig­keit, Ag­rar, Me­di­en und Ki­no und Stadt­pla­nung, His­to­ri­sches und Mu­se­a­les, be­kom­me ich re­gel­mä­ßig An­fra­gen für De­le­ga­ti­ons­rei­sen. Auch pri­vat rei­se ich viel.

Lang­sam zieht die Land­schaft vo­rü­ber, wie­der ein­mal viel zu lang­sam. Das deut­sche Bahn­netz scheint ein Fli­cken­tep­pich aus „Lang­sam­fahr­stre­cken“ zu sein. Ich fah­re zu Dol­met­sche­in­sät­zen, De­le­ga­ti­ons­ab­rei­se­or­ten, Kon­fe­ren­zen, pen­de­le aber auch zur An­ge­hö­ri­gen­pfle­ge. Ich bin auf die Bahn an­ge­wie­sen. Um mich nicht zu är­gern, den­ke ich be­wusst, dass Är­gern oh­ne­hin nichts nützt, dass ich mit viel Zeit­puf­fer rei­se, dass das hier im­mer noch bes­ser ist, als am Steu­er ei­nes Au­tos zu sit­zen.

Oft ler­ne ich im Zug. Seit vie­len Jah­ren ist das Zug-WLAN sta­bi­ler, es gibt di­gi­ta­le An­ge­bo­te wie Zei­tun­gen, Zeit­schrif­ten und Ki­no­fil­me. Lei­der ist kein Ver­lass da­rauf.

1935 irgendwo in Europa
Grund­sätz­lich rei­se ich nie oh­ne Buch. Ich le­se viel. Manch­mal ret­te ich mich in den Spei­se­wa­gen. Dort er­scheint mir das Un­ter­wegs­sein wie ein ei­gen­ar­ti­ger Lu­xus. Au­ßer auf der Fahrt zu Dol­metsch­ein­sät­zen habe ich meis­tens kei­ne Bü­ro­pflich­ten, ist die Zeit zwi­schen Ab­fahrt und An­kunft an­ge­hal­te­ne, ge­schenk­te Zeit, in der ich frei bin und ge­nuss­voll tag­träu­men kann.

Die­se Spei­se­wa­gen sind auch Or­te für Zeit­rei­sen. Die wei­ßen Tisch­dec­ken gibt es nicht mehr, das Es­sen kommt aus der Mi­kro­wel­le. Ich weiß auch um die Hy­gie­ne­pro­ble­me im Spei­se­wa­gen, be­stel­le dort ein Ge­tränk in der Fla­sche, lau­sche zer­streut den Ge­sprä­chen an den Ne­ben­ti­schen oder übe mich im Weg­hö­ren, las­se drau­ßen Fel­der, Wäl­der und Bahn­däm­me vo­rü­ber­zie­hen. Oft su­che ich nach Spu­ren der deutsch-deut­schen Gren­ze, nach Schnei­sen, merk­wür­di­gen Ge­bäu­den oder Un­stim­mig­kei­ten im Ge­län­de, fin­de nichts mehr, weil die­se Gren­ze über­wach­sen und zu­gleich noch im Kopf prä­sent ist.

Das Fo­to, das die­sen Text be­glei­tet, stammt aus dem Jahr 1926 und zeigt ei­nen Spei­se­wa­gen in ei­ner Zeit, in der die­se Wa­gen ih­re Hoch­pha­se er­leb­ten, als an Bord noch ge­kocht und ge­spült wur­de. Zum Glück wur­den die Spei­se­wa­gen­tei­le der Gas­tro-Wa­gons nicht wie ge­plant ab­ge­schafft.

Die Zü­ge sind schnel­ler ge­wor­den, die Elek­tro­nik an­fäl­li­ger, die Pri­va­ti­sie­rung der Bahn vor Jahr­zehn­ten ging auf Kos­ten der In­fra­struk­tur. 2025 habe ich wie­der knapp 70 Stun­den län­ger in ver­spä­te­ten Zü­gen ge­ses­sen, als ei­gent­lich nö­tig ge­we­sen wä­re. Das sind fast zwei Ar­beits­wo­chen; trotz­dem he­ge ich kei­nen Groll.

Viel­leicht be­steht das Rei­sen in vol­len Zü­gen ge­nau dar­in, die­se Zeit an­zu­neh­men, sich im Spei­se­wa­gen ei­nen Mo­ment der Ru­he zu gön­nen, aus dem Fens­ter zu se­hen und das Un­ter­wegs­sein nicht als Stö­rung, son­dern als Zu­stand zu be­grei­fen. „Der Weg ist das Ziel“, weiß das Sprich­wort.

P.S.: Die Bahn wur­de pri­va­ti­siert, die An­tei­le al­le hält noch der Bund, klei­ne Er­gän­zung auf An­re­gung ei­ner Le­se­rin.

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Fo­to:
Ar­chiv Elias Los­ow

Montag, 5. Januar 2026

Montagsschreibtisch (121)

Bon­jour & he­llo! Her­zlich will­kom­men beim ers­ten deut­schen Dol­met­scher­web­log aus dem In­ne­ren der Dol­metsch­ka­bi­ne, den es seit 2007 gibt. Ich ar­bei­te als Kon­fe­renz­dol­met­scher­in mit den Spra­chen Fran­zö­sisch und Eng­lisch, Deutsch ist mei­ne Mut­ter­spra­che ... und ich über­set­ze auch. Heu­te wie­der der Blick auf den Mon­tags­schreib­tisch.

Neues Jahr, neu­es Glück! Die al­ler­bes­ten Wün­sche auch für Sie und für Dich! Das Jahr geht ru­hig los. Vor al­lem le­se ich in drei Spra­chen. Vor der Früh­jahrs­sai­son lau­tet die Pa­ro­le: Vor­be­rei­tung!

Junge Frau liest konzentriert in einem Buch und macht sich Notizen dazu
Kon­zen­trier­tes Le­sen (1926)
Ganz kon­kret:
❦ zwei An­ge­bo­te schrei­ben (Kon­fe­ren­zen)
❦ Ter­mi­ne mit Blei­stift in den neu­en Ka­len­der schrei­ben
❦ Un­ter­ti­tel Kor­rek­tur le­sen
❦ An­ge­bot für ei­ne Dreh­buch­über­set­zung

Vor al­lem aber le­sen! Ich be­rei­te mich da­mit auch schon auf die Grü­ne Wo­che vor.

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Fo­to: Ar­chiv Elias Los­sow