Sonntag, 2. August 2026

Namenstag

Hal­lo! Hier er­hal­ten Sie Ein­blick in mei­nen All­tag aus der Spra­chen­welt. Ich über­set­ze ins Deut­sche und dol­met­sche Fran­zö­sisch ⇄ Deutsch und aus dem Eng­li­schen. Ich ar­beite oft in den Be­rei­chen Öko­land­bau, nach­hal­ti­ger Ur­ba­nis­mus, ge­sun­des Bau­en, Ener­gie­wen­de, Na­tur- und Um­welt­schutz. An Sonn­ta­gen wer­de ich hier pri­vat.

Das in­ter­kul­tu­rel­le Le­ben be­rei­chert mich und uns sehr. Ei­ne An­ge­hö­ri­ge in Hei­del­berg lebt mit ei­ner Da­me aus der Re­pu­blik Mol­dau zu­sam­men. Dort wird heu­te, am 2. Au­gust, des Hei­li­gen Eli­as' ge­dacht, Sfântul Ilie. Er ist ein or­tho­do­xer Fei­er­tag nach dem al­ten ju­lia­ni­schen Ka­len­der.

Da­her ist der Tag ar­beits­frei, ab­hän­gig von in­di­vi­du­el­len Ab­spra­chen; Äm­ter und Ge­schäf­te ha­ben aber ge­öff­net.

Der Pro­phet Eli­as gilt im Volks­glau­ben als Be­schüt­zer der Ern­te und Be­herr­scher von Re­gen, Don­ner und Blitz. Ne­ben Got­tes­diens­ten wer­den die ers­te Ho­nig­ern­te, Äp­fel und Gar­ten­früch­te ge­seg­net. Wer Ilie heißt, fei­ert sei­nen Na­mens­tag, es wer­den auch Dorf­fes­te ver­an­stal­tet. Zu sei­ner Eh­re wird Gur­ke ge­ges­sen, die mit Ho­nig be­stri­chen ist.

Aus der glei­chen Quel­le weiß ich, dass es dort im Au­gust sehr vie­le Fei­er­ta­ge gibt. Un­ser Va­ter, der His­to­ri­ker Dr. Ot­to-Hein­rich Eli­as, hät­te das so ana­ly­siert: Sol­che se­ri­el­len Fei­er­ta­ge sind im­mer zum Schutz der ar­bei­ten­den Be­völ­ke­rung. 

Ackerweg, gesäumt von Bäumen und Hecken
Der Weg in die Zu­kunft geht al­le an
Als Ur­en­ke­lin ei­nes Groß­bau­ern in Ost­preu­ßen weiß ich, dass die Ern­te­zeit oft sehr lan­ge Ar­beits­ta­ge be­deu­tet. Nur, wenn Kir­che oder Tra­di­ti­on Un­ter­bre­chun­gen ein­for­dern, re­spek­tiert das die Herr­schaft. Ei­ne Ana­lo­gie da­zu sind die Rau­näch­te „zwi­schen den Jah­ren“ und zu Jah­res­an­fang — nach den An­stren­gun­gen des Jah­res­en­des und den da­mit zu­sam­men­hän­gen­den Fes­ti­vi­tä­ten.

Wenn ich mich für die Na­tur, für Kom­post, Hu­mus­auf­bau, na­tur­na­he Ar­chi­tek­tur und den Er­halt der Um­welt ein­set­ze, ma­che ich nur, was mein Fa­mi­li­en­na­me mir vor­gibt.
Au­ßer­dem ist es mensch­lich lo­gisch, sich für den Er­halt der Le­bens­grund­la­gen zu en­ga­gie­ren. Wie die Phy­sik kennt auch die Öko­lo­gie kein Par­tei­buch.

Wir, de­nen die Welt auch für die nach­fol­gen­den Ge­ne­ra­tio­nen des Ho­mo Sa­piens wich­tig ist, sind die wah­ren Kon­ser­va­ti­ven. 

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Fo­to:
C.E. (Ar­chiv)

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