Montag, 24. August 2026

Montagsschreibtisch (154)

Was Dol­met­sche­rin­nen und Dol­met­scher ma­chen, kön­nen Sie auf die­sen Sei­ten mit­le­sen. Meine Mut­ter­spra­che ist Deutsch, ich arbei­te als Si­mul­tan­dol­met­sche­rin über­wie­gend mit Fran­zö­sisch und Eng­lisch, die Büro­kol­le­gin über­setzt in die eng­li­sche Spra­che. Mon­tags schau­en wir auf mei­nen Schreib­tisch.

Fenster, Tisch, Laptop mit Erhöhung
Am Schreib­tisch quer durchs Land
Mein Ar­beits­platz ist an die­sem Wo­chen­an­fang wie­der in Be­we­gung! Ich sit­ze re­gel­mä­ßig im Zug, für die Ar­beit und für An­ge­hö­ri­gen­pfle­ge, die mich zur Pend­le­rin macht.

Die­se Wo­che auf dem Schreib­tisch
(wie­der in Ber­lin):
❦ ein An­ge­bot schrei­ben (Kon­fe­renz)
❦ Un­ter­ti­tel kor­rek­tur­le­sen
❦ Al­te Le­xi­ken ab­hef­ten
❦ Kom­men­de Ter­mi­ne in den Ka­len­der ein­tra­gen
❦ Ihr Ter­min viel­leicht?

Da­mit ich über­all er­go­no­misch ar­bei­ten kann, habe ich ein Hilfs­mit­tel. Es ist eben­so so ge­ni­al wie ein­fach.

Im De­tail: Es ist leicht, prak­tisch, rei­se­taug­lich und ich nut­ze es re­gel­mä­ßig. Eben­so re­gel­mä­ßig spre­chen mich Mit­rei­sen­de im Zug auf mei­ne Bü­ro­tech­nik an.

Das Ac­ces­soire ist low tech im wahr­sten Sin­ne des Wor­tes, beim Ge­wicht an­ge­fan­gen: Laut mei­ner et­was gröb­lich mes­sen­den al­ten Kü­chen­waa­ge wiegt das Teil 150 Gramm. Die­se Com­pu­ter­er­hö­hung be­schert mit eins, zwei, fix eine gute Ar­beits­hö­he für die Tas­ta­tur so­wie die Min­dest­hö­he für den aus­ge­klapp­ten Mo­ni­tor, in­dem sie den Lap­top um 15 Grad kippt. Das ist nicht nur im Zug prak­tisch, son­dern auch am ei­ge­nen Schreib­tisch oder in der Dol­metsch­ka­bi­ne auf Kon­fe­ren­zen.

Der Stän­der ist nach­hal­tig, weil aus eu­ro­päi­schem Bu­chen­holz ge­fer­tigt und mit ei­ner ein­fa­chen Kreuz­über­blat­tung (so heißt das wirk­lich!), die die­sen ra­schen Auf- und Ab­bau er­mög­licht. Sonst rei­sen die bei­den „Ar­me“ flach­ge­legt in der Com­pu­ter­ta­sche mit.

Im Som­mer noch da­zu ul­tra­prak­tisch: Der Rech­ner hängt in der Luft, die Lüf­tung setzt sel­te­ner ein, denn der Stän­der wirkt als Über­hit­zungs­schutz. Ein­mal hat im Zug ein Mann sei­nen Kaf­fee ver­schüt­tet, die Mit­rei­sen­den ris­sen pa­nisch ih­re Lap­tops hoch, ich konn­te ge­las­se­ner re­agie­ren, denn die Kaf­fee­pfüt­ze hat nur die Fü­ße des Stän­ders be­netzt.

Wenn mich Mit­rei­sen­de nach dem Teil fra­gen, sa­ge ich kurz: „Wer­be­pau­se!“, er­klä­re, dass jetzt kei­ne be­zahl­te Wer­bung folgt, und wo die­ses Teil zu be­kom­men ist. Auch das hier ist kei­ne be­zahl­te Wer­be­un­ter­bre­chung. Die Fir­ma stood.it ist ei­ne ber­li­nisch-ita­lie­ni­sche Ko­pro­duk­ti­on. Ent­deckt ha­be ich sie vor län­ge­rer Zeit auf dem Kunst­markt in Ber­lin-Mit­te.

Details: Laptop mit Erhöhung
Die Er­hö­hung von stood.it
In­zwi­schen las­sen sich die Stän­der (die es auch für kom­pak­te­re Klapp­rech­ner und an­de­re Ge­rät­schaf­ten gibt) be­quem im Netz be­stel­len: Link. Wer et­was aus Me­tall sucht, wird bei Cy­ber­port oder Kauf­land fün­dig. Letz­te­res ent­wi­ckelt sich üb­ri­gens zu ei­nem Ein­kaufs­por­tal, ähn­lich dem Gi­gan­ten mit dem gro­ßen A., den kri­ti­sche Men­schen in­zwi­schen so oft wie es geht ver­mei­den (weil er Ar­beits­schutz, Ge­werk­schaf­ten und Steu­er­zah­lun­gen ver­mei­det).

Die Her­stel­ler von stood.it ge­ben Men­gen­ra­bat­te bei Groß­be­stel­lun­gen mit Fir­men­lo­go­prä­gung. Ich emp­feh­le die­se Tei­le als Prä­sent zum Jah­res­en­de. In vier Mo­na­ten plus ei­ni­gen Ta­gen be­ginnt das neue Jahr!

Vo­ka­bel­no­tiz
Kreuz­über­blat­tung — en­tail­le en croix, en­four­che­ment/en­tail­le croi­sée, as­sem­bla­ge à mi-bois en croix
die Bu­che — le hêtre


Dis­clai­mer

Ein­mal hat sich bei uns ein Gast auf ei­nen der Stän­der drauf­ge­setzt, der vom So­fa­rü­cken auf die Sitz­flä­che und ir­gend­wie un­ter ein Kis­sen ge­rutscht war. „Krack!“, das war's. Bei stood.it nach­be­stellt, und da ich schon ei­ni­ge Tei­le zum Ver­schen­ken ge­kauft und mein Ma­leur be­rich­tet ha­be, war die Fir­ma me­ga­ku­lant und hat mir spon­tan ei­nen Stän­der gra­tis zu­ge­schickt. Da­zu er­neut vie­len Dank! Den ka­put­ten Stän­der­arm ha­ben wir tat­säch­lich kom­pos­tiert.

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Fo­tos: C.E.

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