Dienstag, 4. August 2026

Museum der Wörter (49)

Bon­jour & hel­lo! Hier er­hal­ten Sie Ein­blick in mei­nen All­tag aus der Spra­chen­welt. Ich über­set­ze ins Deut­sche und dol­met­sche Fran­zö­sisch ⇄ Deutsch und aus dem Eng­li­schen. Heu­te: Sprach­schatz.

Jus de chaussettes, wört­lich: So­cken­saft, wird auf Fran­zö­sisch to­tal dün­ner Kaf­fee ge­nannt. Beurk, würg, igit­ti­gitt.

Vie­le Kon­fe­ren­zen, Text- oder auch Buch­über­set­zun­gen sind nur mit Un­ter­stüt­zung die­ses Ge­tränks mög­lich.

Auf Deutsch wäre das ei­ne „dün­ne Plör­re“. Für bild­li­che Aus­drü­cke muss ich in mein Va­ter­land Sach­sen schau­en: „Blüm­chen­kaf­fee“, al­so so dünn, dass of­fen­sicht­lich statt Boh­nen nur Blüm­chen mit hei­ßem Was­ser über­gos­sen wor­den sind ... oder a­ber das Blu­men­de­kor in der Tas­se (oder au­ßen) sicht­bar wird. (In säch­si­schem O-Ton klingt das so ähn­lich wie Bliem­chen­gof­fee.)

Auch schön:

              
             
Schwer­ter­kaf­fee

Ist er noch dün­ner, wird er „Doppel­schwer­ter­kaf­fee“ ge­nannt.

In Mei­ßen liegt ei­ne Por­zel­lan­ma­nu­fak­tur, de­ren Sym­bol die ge­kreuz­ten Klin­gen von Schwer­tern (mit­samt den Grif­fen) sind. Sie sind auf dem Un­ter­bo­den von Tas­se und Un­ter­tas­se auf­ge­bracht. Hier hat dün­ne Plör­re Zau­ber­kräf­te und macht das wei­ße Gold so­gar in der zwei­ten E­be­ne trans­pa­rent.

Bild­bei­spiel für die Ma­gie (mit Pixrl.com rea­li­siert)
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Col­la­ge: C.E.

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