Freitag, 28. August 2026

Moment mal! (6)

Bon­jour, hel­lo gu­ten Tag! Im 20. Jahr be­schrei­be ich, Ca­ro­li­ne Eli­as, hier mein Le­ben als frei­be­ruf­li­che Kon­fe­renz­dol­met­scherin für Fran­zö­sisch, Deutsch (und aus der eng­li­schen Spra­che) in Ber­lin. Ge­mein­sam mit an­de­ren aus dem Dol­metsch­team be­glei­te ich De­le­ga­ti­ons­rei­sen, Fach­ge­sprä­che und in­ter­na­tio­na­le Be­geg­nun­gen, sit­ze da­bei sehr oft ir­gend­wo in Kon­fe­renz­dol­metsch­ka­bi­nen. Und ich rei­se oft mit der Bahn.

Der schnel­le Ein­blick
in mei­nen Be­rufs­all­tag
Ein Kind hört im Zug, wie ich auf Fran­zö­sisch te­le­fo­nie­re. Das Ge­spräch ist zu­en­de. Der klei­ne Mann, noch nicht im Grund­schul­al­ter, fragt: „Was für ei­ne Spra­che war denn das?“

Ich: „Das war Fran­zö­sisch.“ (... so ein biss­chen wie der Kom­men­tar aus der „Sen­dung mit der Maus“ ge­spro­chen).

Der Jun­ge: „Kannst du auch Deutsch?“

„Na, hörs­te doch ge­ra­de.“

„Ja. Und Ame­ri­ka­nisch?“

„Ame­ri­ka­ni­sches Eng­lisch we­ni­ger, aber Eng­lisch, ja.“

Pau­se.

„Ach so. Dann kannst du ja al­les sa­gen.“

„Nein.“

„Wa­rum nicht?“

„Weil ich nicht al­les weiß.“

Das Kind denkt kurz nach.

„Aber wenn du al­les weißt, kannst du al­les sa­gen, oder?“

(Ja, klingt lo­gisch. Ach, wenn die Welt doch nur so ein­fach wä­re.)


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Gra­fik:
KI (OpenAI)

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