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| Sommer, Pause und doch im Bereitschaftsdienst |
Kurz gesagt, liegt nicht viel auf dem Montagsschreibtisch:
❦ Terminologieliste des letzten Einsatzes nachbereiten
❦ Mahnwesen
❦ Termine mit Bleistift in den neuen Kalender schreiben
„Reingebleistiftete Termine“ sind Termine, zu denen wir Kostenvoranschläge geschrieben haben. Diese Termine reservieren wir erstmal unter Vorbehalt. Früher bekamen wir zu jedem dritten Kostenvoranschlag eine Zusage, heute ist es eher jedes 15. Angebot. Wir müssen also oft das Radiergummi benutzen.
In der Politik wird immer häufiger Globish gesprochen, bis die Referent:innen und Mitarbeiter:innen der Sprachendienste zu viel reparieren müssen und es einen Rücklauf gibt. Daneben verschaukeln so manche Internet-„Agenturen“ die Kundschaft, das sind Firmen, die oft unter Einbehaltung von 50 Prozent unserer Honorare die Aufträge an jene weitergeben, die das böse Spiel mitmachen. Ich persönlich halte fünf bis 15 Prozent für vertretbar, danach wird es kritisch.
Die dritten Parteien, die derzeit zum Futtertrog strömen, sind Technikfirmen, die „KI-Dolmetschen“ verkaufen. Dabei wissen wir jetzt, dass die KI es nicht kann. Ihr fehlt die Ausbildung, die Erfahrung, der Überblick und die Gewissenhaftigkeit, die wir Menschen an den Tag legen, dazu ein Bewusstsein für das, was Kommunikation ausmacht, und ausreichend Vorwissen, die Endkundschaft richtig einzuschätzen, sich auf sie einzustellen, bei Verständnisproblemen direkt nachzuschärfen und auch Diskretion walten zu lassen.
Mal sehen, welcher „Aufräumjob“ mich im Sommer noch ereilt. Meistens sind es KI-Übertragungen von Texten in andere Sprachen, wo Fehler, Fehlstellungen und Halluzinationen das Ergebnis zur Untkenntlichkeit entstellen. Denn was nützen Informationen, die zu ca. 20 Prozent (Texte) oder knapp zur Hälfte (mündliche Übertragungen) falsch sind?
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Grafik: C.E. mit pixlr.com + Letterset

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