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| Erste Ideen |
Die Ausgangsschnitte haben Potenzial. Zum Glück durfte ich in der Schule Nähen lernen.
Beide Kleider werde ich färben. Ich liebe besonders Naturtöne, zum Beispiel ein dunkles, warmes Olivgrün, passend zu meinem Teint. Ich mag auch die Mode der Twenties.
Eines der Kleider hat prompt eine sehr tiefe „Taille“.
Pro Kleid werde ich vermutlich nur vier bis sechs Nähte ändern müssen, in einem Fall Taschen wegnehmen, die Taschenklappen aber stehenlassen, außerdem neue Knöpfe drannähen. Für die Knöpfe werde ich auf Naturmaterialien zurückgreifen, auf wenig Auffälliges, und mich bei der Firma Paul Knopf beraten lassen.
Eine Freundin, Kostümbildnerin beim Film, hilft beim Upcycling-Projekt. Zunächst liefert sie „Visuals“. Das hilft schon mal weiter. Wir messen alles Mögliche aus, Weite, Länge, sie steckt ab, ich nähe. Fürs Umfärben erwägen wir Dunkelgrün, Tannengrün, Olivgrün oder Rostrot, um die zu grellen Farbtöne zu überfärben und ein spannendes Gesamtergebnis zu bekommen. Wir überlegen, was wie aussehen wird und möchten am Ende nur einen Färbegang machen. Die finale Entscheidung steht noch aus. Es wird spätsommerlich bis herbstlich werden.
Das eine Kleid hat einen zeitlosen Schnitt, das andere soll ein Tageskleid im Stil der 1920er werden. In der Kernzeit der Twenties, ca. 1922–1928, lag der Saum etwa eine Handbreit unter dem Knie. Das bekommen wir mit dem vorhandenen Stoff nur knapp hin. In beiden Fällen fehlt Stoff für Ärmel. Auch wenn wir in der Weite etliche Zentimeter herausnehmen, so kann ich maximal Gürtel daraus nähen.
Ich werde eine Art „Jumper Dress“ (Trägerkleid) daraus machen, bei kühler Witterung ein Shirt oder eine Bluse drunterziehen und es so schneiden, dass ich es im Hochsommer auch kurzärmlig tragen kann. Das Kleid mit Hemdblusencharakter bekommt einen außergewöhnlichen Ausschnitt verpasst.
Es wird spannend.
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Grafik: Adeline (encore merci beaucoup !)

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