Der Film, den ich gestern verlinkt habe, bringt vieles auf den Punkt. Dafür bin ich dem Team, das ihn gemacht hat, dankbar.
Allerdings ist mir aufgestoßen, dass er mit einer KI-Stimme vertont wurde, die einigermaßen natürlich klingt, aber eben am Ende doch synthetisch, was die Aufmerksamkeit einschränkt, das Verständnis erschwert und damit, gemessen an den Absichten, ein klassisches Eigentor darstellt … und zudem befeuert, dass Sprecher:innen arbeitslos werden.
Mit den KI-Stimmen ist es so ähnlich wie mit dem Lesen digitaler Bücher versus echter Bücher auf Papier, wie mit digitalen Notizen versus handschriftlichen Notizen, wie mit den von KI zusammenkompilierten versus von einem selbst erstellten Texten: Um wirklich zu lernen, d.h. dauerhafte Verknüpfungen im Gehirn herzustellen, ist das menschliche Moment nötig, hier also die echte Stimme mit ihren anderen Betonungen, Pausen, vielleicht auch kleinen Unschärfen in der Aussprache und der Sprachmelodie, mit hörbaren Emotionen.
Und wir brauchen Handarbeit beim Schreiben, beim Verfolgen der Zeilen auf Buchseiten verankern wir das Gelesene anders, auch durch Anstreichungen und Randnotizen. Inzwischen bestätigen erste Forschungsergebnisse, was viele Lehrende sowie wir professionelle Dauerlernende schon immer vermutet bzw. empirisch „erforscht“ hatten.
Zusammenfassung: Lernen geschieht durch Wiederholung, Verknüpfung, Emotionen, Bindung, Einsatz der Sinne und des Körpers, Verknüpfungen, die durch die Koordinierung von Hand und Hirn entstehen.
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| Einladung zu einem Berliner Kinoabend |
So, jetzt beginnt das freie Wochenende, denn gestern habe ich mich tatkräftig für eine Kinovorführung engagiert.
Der Abend wird vom Verein der Auslandsfranzosen organisiert. Ich habe mich an der Vorbereitung beteiligt und diese Einladung gestaltet.
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Grafik: C.E.

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