Montag, 14. März 2011

Aktuell

Entsorgung, nennenswerte Freisetzung, kontrollierte Kernspaltung als Brückentechnologie, Störfallszenarien, Betroffenheitsblockade, Abklingbecken, Moratorium ...

Dann lese ich, die Ereignisse bewegten sich "irgendwo zwischen GAU und Super-GAU". Moment: GAU heißt größter anzunehmender Unfall. Das Wort Super-Gau ist falsch, "größt" nicht steigerbar, oder reden wir hier über den größtgrößten Unfall? Komische Worte sind das, Inhaltsvernebelungen auf Super-Illu-Niveau.

Meine Gedanken gelten den Opfern und ihren Angehörigen, auch Beispiel den Dolmetscherinnen aus Japan, die dieser Tage fern der Heimat stundenlang japanische Fernsehprogramme zum Beispiel ins Deutsche oder Englische übertragen und die oft dabei nicht wissen, wie es um ihre Angehörigen und Freunde steht. (Was für ein Horrorjob!)


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Foto: Screenshot

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Super-Gau gibts doch! Wikipedia schreibt hierzu:

"Die Bezeichnung GAU, Abkürzung für größter anzunehmender Unfall, geht zurück auf das in der Frühzeit der Nutzung der Kernenergie in den USA entwickelte Konzept des maximum credible accident, das die Auslegung von Anlagen auf nur einen bestimmten großen Unfall beschränkte und nicht mehr zur Anwendung kommt.[3] Mit „Super“ wird angedeutet, dass die Folgen des GAUs übertroffen werden. Dabei wird die Vorsilbe super- in der ursprünglichen lateinischen Bedeutung ‚über‘, ‚darüber hinaus‘ verwendet."

Die AKW-Betreiber mussten also vor der Inbetriebnahme ein Konzept vorlegen, wie sie mit dem größten von ihnen vorab anzunehmenden Unfall fertig werden wollten. Danach wurde die Betriebsgenehmigung erteilt. Der Gau ist demnach der größte noch kontrollierbare Unfall. Da von Kontrollierbarkeit im Falle Fukushima ja leider keine Rede sein konnte, war der Unfall dort schlimmer als der Gau, also ein Super-Gau.

Da nicht für

David

caro_berlin hat gesagt…

Danke, David, für diese Nachhilfe!
Grüße, Caroline