Guten Tag oder guten Abend! Auf diesen Seiten schreibe ich über den Alltag aus Sprachmittlersicht. In der Welt der Übersetzer und Konferenzdolmetscher ist einiges anders als draußen, sogar das Hören oder das Sitzen und das Träumen!
Die Arbeit als Dolmetscherin beim Dreh zeitigt Folgen. Seit Tagen sitze ich oft direkt neben der Kamera, denn als diejenige, die meist auch die Vorgespräche geführt hat, bin ich die zentrale Kontaktperson der Gesprächspartner. Säße ich abseits, der Blick ginge vermutlich zu häufig in meine Richtung, und das ist nicht das, war als "normale Interviewsituation" zu den üblichen Arbeitsweisen zählt (wenn der Befragte dann gewissermaßen nach links oder rechts aus dem Fernsehen "rausschaut").

Direkt neben der Kamera muss ich meine Bewegungen reduzieren, darf nicht
husten, habe mein eigenes Mikro für die konsekutiven Verdolmetschungen.
Daher werden die Interviews länger dauern als einsprachige. Und
regelmäßig wird eine neue Kassette eingelegt, wenn das Band voll ist.
Heute Morgen wache ich vom eigenen Lachen auf. Das passiert mir ein paar Mal im Jahr. Heute, weil ich geträumt habe, dass das Band zu Ende war. Originalton Traum: "Kurze Unterbrechung des Traums, wir müssen eine neue Kassette einlegen!"
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Fotos: Interviews werden eingerichtet. Mehr Fotos hier.
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