Bonjour, hello, guten Tag! Den Arbeitsalltag einer Dolmetscherin finden Sie auf diesen Seiten skizziert. Meine Muttersprache ist DE, ich arbeite überwiegend als Konferenzdolmetscherin mit FR und EN und zwar in Berlin, Paris, Stuttgart und dort, wo Sie mich brauchen! Nun heißt es am letzten Werktag: Moment mal!, ein kurzer Einblick in meinen Berufsalltag.
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| Ein Blick, ein Wort, eine Frage |
Das Gegenteil ist richtig.
Vielleicht ist das das schönste Geschenk dieses Berufs: Jede Woche öffnet sich eine neue Welt.
Mal geht es um Landwirtschaft, mal um Europapolitik, um Klima, Gesundheit, Bildung oder Wirtschaft. Oft habe ich mich tagelang in ein Thema eingelesen, von dem ich wenige Wochen zuvor kaum etwas wusste. In anderen Wochen frische ich Themen auf, fühle mich in ihnen schon recht zuhause.
Mit jedem Einsatz kommen neue Begriffe hinzu, neue Menschen und neue Perspektiven. Manchmal auch neue Fragen, auf die niemand eine schnelle Antwort hat. Ich liebe es, mich in Themen zu versenken, in den Flow zu kommen.
Ich glaube, genau das hält mich neugierig. Ich darf immer wieder über den Tellerrand schauen, ohne meinen Beruf zu wechseln.
Natürlich gibt es anstrengende und auch sehr anstrengende Tage, umfangreiche Vorbereitung unter Zeitdruck, weil zu viel erst fünf vor Event im Mailpostfach war, mit langen Sitzungen oder frühen Abfahrten. Aber selbst dann gibt es oft einen Moment, in dem ich denke: Wie spannend, dass ich das heute lernen durfte.
Ich finde, Neugier ist eine wunderbare Begleiterin. Sie macht den Arbeitsalltag bunter und hilft, auch nach vielen Jahren noch mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.
Und vielleicht ist das gar nicht nur beim Dolmetschen so.
P.S.: Meistens hilft eine Siesta aus dem Tief, kann auch im Bus oder im Zug passieren. Oder aber ich gehe für eine, zwei Stunden raus in die Natur.
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Grafik: OpenAI

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