Der Piepmatzrabatz im Hofgarten des heutigen Tages ist Krähenkrähen. Mutterkrähe und Vaterkrähe rufen alle drei bis 20 Sekunden ihre Kleinen, die am Pflanztisch unter einem Baum und am Komposthaufen am Boden hocken. Das Wort des Tages ist deshalb:
Ästling
Sprung: Am Morgen in die Universität eilen, wissenschaftlicher Austausch. Anschließend rette ich mich in den Hof der alten Staatsbibliothek, will meine tägliche Stunde Buchlektüre hier absolvieren, aber der Wind ist garstig und kalt. Schnell nachhause und in unseren wunderschönen Hofgarten am Maybachufer wechseln.
Dort sitze ich, höre die Krählein, ab und zu stürzt eine der großen Krähen vom Himmel, die Kleinen begrüßen es rufend, eins bekommt einen Regenwurm in den Schnabel gestopft, das Kleinkrähenkrähen wird zum Kleinkrähenkrähgegurgel, es gurgelt den Gürtelwurm runter, während sich der Elternvogel wieder in sichere Höhen aufschwingt. Die Flugversuche der Minis hat trotz längeren Ansitzens aus respektvoller Entfernung niemand von uns gesehen.
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| Hinterhofzoo |
Und dann kommt die Textnachricht, die aus diesem Posting einen Beitrag im Museum der Wörter macht. Danke, Anna!
Es haben bestimmt schon einige mitbekommen, dass wir zwei Ästlinge im Hof haben. Nur zur Info: Die brauchen ungefähr eine Woche, bis sie fliegen können, bis dahin leben sie am Boden und werden von den Eltern gefüttert und beschützt.
Bitte nicht anfassen, und nehmt die Hunde an die Leine und verscheucht die Katzen, falls die doch mal rüberkommen. Und vor allen Dingen erschreckt Euch nicht, wenn die Eltern die Ästlinge verteidigen.
Das könnte sich sonst auf Eure Frisur auswirken. :)
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Fotos: C.E.

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