Bonjour & hello! Herzlich willkommen beim ersten deutschen Dolmetscherweblog aus dem Inneren der Dolmetschkabine. Ich bin Dolmetscherin für die französische Sprache, und ich übersetze (auch aus dem Englischen). Heute mein Link der Woche.
Am Donnerstag habe ich KI-Grafik gelobt, weil es so schnell ging. Achtung: Das war kein pauschales Lob. Für diese Branche gilt mit der Extremdigitalisierung, dass wir schon jetzt die oft erkennbare „Ästhetik“ über haben. Die KI ist nicht innovativ, das sind nur Menschen. Und hier fällt die Maximaltechnisierung durch einen massiven Vorlagendiebstahl auf, wie's auch für die Texte gilt, für Stile wie für Inhalte.
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| Ein Dolmetscharbeitsplatz |
Das ist ein gesellschaftliches Problem.
Denn die Künstlerinnen und Designer, Autorinnen und Texter wurden nie um Erlaubnis gefragt ... und sie wurden erst recht nicht finanziell entlohnt.
Für den Auswurf der kreativem Homogenisierung gibt es einen Begriff. Endlich habe ich für das englische AI slop auch eine deutsche Entsprechung gefunden, den „generischer Einheitsbrei“.
Bei KI-Grafiken ist es wie mit der Spracharbeit: Hier fehlt der emotionale oder kulturelle Kontext. Und das spüren wir beim Betrachten.
Für die rasche Illustration oder das Löschen störender Elemente taugt die KI. Was ich hier mit der Technik illustriere, hätte niemals zu einem Grafikauftrag geführt. Ich hätte ein Foto aus der Spracharbeit genommen. Das gilt auch für rasches „deepeln“ eines fremdsprachigen Textes, um einen groben Überblick zu bekommen.
Das Thema Ethik und KI muss erweitert werden auf die Frage nach der Machtkonzentration durch die Technik:
Finger weg von Bildgeneratoren (Netzpolitik.org)!
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Foto: C.E. (Archiv)

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