Dienstag, 30. Juli 2019

Jean Reinhard war kein Journalist!

Guten Tag oder guten Abend! Sie sind mit­ten in ein Ar­beits­ta­ge­buch hinein­ge­ra­ten, in dem sich al­les um Spra­che, Dol­met­schen, Über­setzen und Kult­uren dreht. Als frei­be­ruf­li­che Sprach­mitt­lerin ar­bei­te ich in Pa­ris, Berlin, Marseille und dort, wo man mich braucht. Gestern habe ich wäh­rend des Bü­ro­auf­räu­mens Radio ge­hört.

Djournalist [ˈd͡ʒʊʁnaˈlɪst] sagt der Moderator des Medienmagazins im Deutschlandfunk, und er spricht die Berufsbezeichnung so aus, wie der Beginn des Spitznamens von Jean Reinhard ausgesprochen wird: Der Jazzmusiker ist als „Django“ Reinhard berühmt.

Journalismus war mal ein anerkanntes Handwerk
Die Berufsbezeichnung Jour­na­list [ʒʊʁnaˈlɪst] leitet sich vom französischen Wort le jour ab. Es ist eindeutig: Nicht mit [ˈd͡ʒ], sondern mit [ʒ] geht dieses Wort los. Bon jour kennen sogar Menschen, die kein Französisch spre­chen, und bedeutet, was ich Ihnen jetzt wünsche: einen guten Tag!
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Foto: C.E.

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