Dienstag, 24. September 2013

Kraftfutter

« Bienvenue !» Sie haben die Arbeitstagebuchseiten einer Übersetzerin angeklickt, die daneben in Berlin und anderswo für Politik und Wirtschaft, Kino und Kultur als Französischdolmetscherin tätig ist. Hier denke ich regelmäßig über meine Arbeit und ihre Grundlagen nach.

Das Bild vom Hoch­leistungs­gaul habe ich hier schon wie­der­holt bemüht. Wir Dol­met­scher leisten oft sehr viel, be­son­ders auf mehrtägigen De­le­ga­tions­rei­sen. Denn da kann pas­sie­ren, dass nur ein Sprach­mensch für die Ver­mitt­lungs­ar­beit zuständig ist. (*) Ohne re­gel­mä­ßi­ges sportliches Training und gute Ernährung wäre das nicht zu machen.

Aber auf meine Dienstreisen kommt selten gesondertes "Kraftfutter" (aliment con­cen­tré oder fourrage fortifiant) ins Gepäck. Ich bin halt doch kein Renn­pferd. Bei mir regelt sich das über die nor­ma­le Lebensführung: Walnüsse sind wichtig in mei­nem Ernährungsplan, Obst am Mor­gen je nach Jahreszeit, am liebsten Beeren und Trauben, Müsli mit Leinsaat, Kleie, selbstgeschrotetem Einkorn (oder Kamut oder sonstige Urgetreiden, auf die re­a­gie­re ich weniger allergisch) als 2. Frühstück, einmal in der Woche Fisch, viel Ge­mü­se und Hülsenfrüchte, schonend gepresstes Lein- und Olivenöl, Sa­lat, selbst­ge­zogene Sprossen, wobei Alfalfa (Luzerne) mein Favorit sind.

Für den Hunger zwischendurch (oder wenn uns Kunden im Kabuff vergessen, alles schon erlebt) habe ich immer Fruchtschnitten dabei sowie Assistentenfutter, dem ich Kürbiskerne beimische. Und überhaupt viel trinken (Wasser, grüner Tee, Mate, Kefir) und noch viel mehr Schlaf.

Mit gesonderten Kräuterlein zur Leistungsförderung kenne ich mich nicht aus. Noch nicht, vielleicht wird das ja mal. Möglicherweise bekomme ich noch Tipps von Kolleginnen und Kollegen. Aber es eilt nicht.

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Foto: C.E. (gesehen in Hamburg)
(*) mit vielen Pausen natürlich ...

Kommentare:

D L Staude hat gesagt…

Vielen Dank für den - wieder einmal tollen - Blogeintrag.

Bezüglich Konzentrationssteigerung habe ich immer Pfefferminzöl dabei. 3 - 4 Tropfen auf ein Papiertaschentuch reichen aus. Dann lege ich es neben den Schreibtisch und der Duft macht mich wieder munter und erfrischt mich.
Sollte man natürlich nur machen, wenn man den Duft von Pfefferminze mag, da ätherische Öl doch sehr intensiv sind.

Schönen Gruß aus Frankfurt/M.
Désirée Staude

Th. hat gesagt…

Hi Caro,

Lecithin soll gut sein, ist ja auch in Molat drin (Reformhaus). In Stresssituationen gerne genommen ...

Gruß,
Th.

caro_berlin hat gesagt…

Danke! Hat noch jemand einen Vorschlag? Oder ist das Geheimwissen für die Abende an der Hotelbar?

C.

Anonym hat gesagt…

Vitamin B-Komplex. Das Gehirn verbraucht sehr viel davon.
B.

Vega hat gesagt…

Liebe Caroline,

Heidelbeeren sind gut fürs Hirndoping! Die Forschung hat bewiesen, dass gerade bei Älteren Heidelbeeren mit seinen polyphenolischen Bestandteilen und den Flavonoiden dem Gehirn deutlich aufhelfen und neurodegenerative Prozesse lindern. (Link Abstract)

Polyphenole kommen auch in vielen Teesorten vor. Mit Deinem grünen Tee machst Du da schon viel richtig. Aber Achtung!, nicht mehr als zehn Tassen, denn "zu hohe Dosen der im grünen Tee enthaltenen Polyphenole können toxisch wirken", so Chung Yan Rutgers-Universität New Jersey (Quelle: Wikipedia).

Grüße,
Bine