Dienstag, 17. Dezember 2013

Übersetzung und Kreativität

Hallo! Absichtlich oder zufällig haben Sie die Blogseiten einer Fran­zö­sisch­dol­met­scherin angesteuert, die auch übersetzt. In der lichtärmsten Woche bereitet sich in Europa alles auf die Winterpause vor. Zeit fürs Innehalten. Und bevor ich den letzten Kostenvoranschlag des Jahres schreibe, lese ich Zeitung.

Der Autor Adam Thirlwell ist mir als Stimme zum 1. Mal bei meinem Leib- und Magensender France Culture be­geg­net, dem französischen Kulturfunk. In der ZEIT spricht er über Schwie­rig­keit und Reiz literarischer Über­setz­un­gen.

Dem Artikel lässt sich unter anderem entnehmen, warum Edgar Allan Poe auf Fran­zösisch der bessere Schriftsteller ist. Ich schließe mit einem anderen Dichter.
Eine Übersetzung ist keine Kopie, sie ist ein Schöpfungsakt.
(José Ortega y Gasset)
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Kommentare:

OHE hat gesagt…

Liebe Frau Elias,

im Feuilleton der ZEIT (12.12.13, Nr. 51, S. 49) las ich in einer Besprechung der deutschen Ausgabe der Goncourt-Tagebücher ("Genies der Gehässigkeit" von Jens Jessen) den Schlußsatz "Nur Pedanten der Grammatik seien gewarnt: Fehlerlos gebaute Sätze waren nicht das Ideal der Goncourts — worin eine kaum zu überschätzende Herausforderung für die Übersetzerinnen lag, die sie indes, wie alle anderen Herausforderungen, gemeistert haben." Ein Übersetzer muss also gelegentlich auch grammatikalisch falsche Sätze in ebensolche deutsche Sätze übertragen, um seinem Original gerecht zu werden. Haben Sie das als Dolmetscherin oder Übersetzerin auch einmal erlebt und getan?

Mit herzlichen Grüßen,
Otmar Hubertus Eiermann (OHE)

caro_berlin hat gesagt…

Lieber OHE,

Danke für den Lesehinweis. Der Text ist ja leider nicht online verfügbar.

Dazu schreibe ich nächste Woche gerne etwas.

Herzlich grüßt:
CE